Die Seite wird geladen,
bitte warten...

www.ULANI.net © Philippe Ochsenbein, Switzerland
ULANI
ETAP 46 DS, Monohull, Sloop
Switzerland, Basel
HBY4319
269 726 000
infoulani.net

Bilder und Berichte 2019

Osttimor - Indonesien - Malaysien - Thailand
Malaysien 01. - 06.10.2019   Von Port Dickson nach Langkawi
06°18.121'N, 099°50.998'E       Reise 2019
In Malaysien muss man sich beim Anlaufen eines Hafens bei allen Behörden an- und abmelden. Ok, wir sind hier ins Land eingereist, da ist es normal sich bei der Immigration, dem Zoll und beim Hafenkapitän anzumelden. Aber nun müssen wir vor dem Wegfahren wieder bei all diesen Stellen vorsprechen, Unterlagen vorweisen und Formulare ausfüllen. Wir erledigten dies alles gestern und nun heute in der Früh soll es zur ersten langen Etappe (67 sm - ca. 130 Km) losgehen.

Als ich jedoch den Zündungs-Schlüssel drehe passiert einfach nichts: die Starterbatterie hat sich überraschend verabschiedet. Hätten wir dies in den letzten Tagen bemerkt, wäre ein Ersatz hier in Port Dickson schnell und einfach erhältlich gewesen. Nun wollen wir aber zusammen mit einem anderen Schiff los und so überbrücken wir die Starterbatterie mit unserer Hausbatterie - voilà die Maschine läuft. Immer sollte man dies nicht so machen, denn die Hausbatterie ist nicht darauf ausgelegt in kurzer Zeit grosse Strommengen zu liefern. Nun - sie wird es zumindest etwa 10 Mal müssen, denn wir beschliessen, uns erst in Langkawi um einen Ersatz zu kümmern.
Bild wird geladen...
Lange Tagesetappen
Um die längste Etappe zu verkürzen fahren wir am ersten Tag an Port Klang vorbei und wählen einen etwas offeneren Ankerplatz der 11 Seemeilen nördlicher liegt. So verbleiben für den folgenden Tag «nur noch» 79 Seemeilen. Noch in der Dunkelheit lichten wir, nach einer ruhigen und kurzen Nacht, den Anker und fahren mit der ersten Dämmerung los. ANDAMANT 2 - das Schiff das uns die nächsten Tage begleitet, macht sich immer noch 30 Minuten vor uns auf, denn er kann unser Tempo nicht ganz halten. Mitte des Tages holen wir in jeweils ein und abends fährt er dann wieder etwa 30 Minuten nach uns auf den Ankerplatz. Aber auch er hat es immer geschafft noch bei Licht zu ankern. Rund um Port Klang ist der Gezeiten-Unterschied über 4 Meter und dementsprechend herrschen starke Strömungen. Wir haben Glück und der Gegenstrom kentert kurz vor dem Durchfahren des Kanals in Port Klang und wir machen für zwei Stunden 2 bis 3 Knoten mehr Fahrt über Grund. Es schwemmt uns förmlich durch und fast hoch bis zum Ankerplatz.

Das Wetter ist durchzogen und die Gegend zwischen Port Dickson bis Port Klang ist berüchtigt für Gewitter mit vielen Blitzen. Auch wir hatten fast jede Nacht Wetterleuchten und einigen Regen zu verzeichnen, aber zwischendurch war die Fahrt meist trocken und zeitweise lugte auch mal die Sonne hervor.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Der Ankerplatz vor der Stadt in Kuah ist gross und nicht überfüllt. Wir finden problemlos einen Ankerspot auf 4.5 m und haben sicher über 100 m Distanz zu unseren Nachbarn. Eigentlich ideal und wir überlegen uns ob wir überhaupt in die Marina wechseln wollen. Zuerst wollen wir uns mal alles ansehen. Deshalb ankern wir und fahren mit dem Beiboot in die Marina. Dort gibt es ein freudiges Wiedersehen mit der Crew der JEAN-MARIE. Walter und Jax haben wir im April 2014 in Panama City kennen gelernt!

Obwohl die Marina fast ausgebucht ist, wird uns ein Platz angeboten der uns zusagt. Hier können wir die ULANI sicher am Steg zurücklassen wenn wir nächstes Jahr Europa besuchen. Auch für unsere Landreisen in Asien ist hier ein guter Ausgangspunkt.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Admiral Marina: 02°28.523'N, 101°50.725'E     Marinasteg C30
Port Klang N (Pulau Anasa): 03°10.889'N, 101°13.259'E     offen aber ruhig, 17m (HT)
Pulau Pangkor W: 04°13.851'N, 100°32.585'E     ok, 6.5m (HT)
Pulau Penang SE (Pulau Jerejak): 05°18.269'N, 100°18.384'E     geschützt, ruhig, 6m (HT)

Hinweis Penang: Die Durchfahrt unter der Süd-Brücke scheint zugelassen zu sein. Wir wurden nicht behelligt. Die Durchfahrtshöhe beträgt 28 m. Jedoch dürfen Schiffe die höher als 5 m sind nicht ohne schriftliche Bewilligung in den Bereich der Nordbrücke einfahren. Man muss folglich den Ankerplatz wieder im Süden verlassen und Penang im Westen passieren (siehe auch unsere Tracks).

Langkawi S (Monkeys Creek): 06°11.181'N, 099°47.278'E     super geschützt, ruhig, 7m (HT)
Langkawi Kuah Anchorage: 06°18.976'N, 099°50.522'E     ruhig, 4.5m (LT)
Langkawi Marina D49: 06°18.121'N, 099°50.998'E     Marinasteg D49


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Malaysien 26. - 27.09.2019   Malakka, für zwei Tage nach Malakka
02°28.523'N, 101°50.725'E       Reise 2019
Online buchen wir eine Unterkunft, die möglichst zentral liegen soll. Die Stadt könnte man auch an einem Tag besuchen, denn die Reisezeit mit dem Auto (Grab Taxi) beträgt nur ca. 75 bis 90 Minuten. Mit dem App buchen wir kurz vor unserer Abreise das Grabtaxi für 109 MYR (Malaysische Ringgit, entspricht ca. 25.00 CHF) und bereits 5 Minuten später steht das Auto zur Abfahrt bereit. Auf dem Rückweg machen wir dies übrigens genau gleich und werden von einem noch tieferen Preis überrascht (82 MYR, ca. 19.00 CHF). Die meisten Distanzen innerhalb Malakka sind kurz und gut zu Fuss zu schaffen. Nur die Moschee am Meer ist etwas weiter, jedoch bringt uns ein Grabtaxi auch dorthin (für nur 6 MYR, weniger als 2.00 CHF!).
Bild wird geladen...
Am Abend ist der Fluss beleuchtet
Die Stadt soll eine der schönsten in Südostasien oder zumindest in Malaysien sein. Naja,... sie ist nicht schlecht und es wird viel unternommen um sie für Touristen attraktiv zu machen. Dazu gehören unserer Meinung nach vorallem die Beleuchtungseffekte die abends den Fluss und die Brücken verzaubern. Jedoch bleibt Malakka eine Stadt in Südostasien - zu viel darf man nicht erwarten, sonst wird man leicht enttäuscht. Der braungefärbte Fluss riecht, um es mal freundlich auszudrücken, nicht besonders einladend. Eine Bootstour würde ich auf die Abendstunden verlegen. Der Fluss riecht dann auch nicht besser, aber durch die Beleuchtungen der Brücken und des Ufers ist er eine Augenweide. Wir fahren mal nicht mit dem Schiff und flanieren stattdessen dem Uferweg entlang.

Nachdem wir tagsüber viele Tempel, Kirchen, Ruinen und andere Sehenswürdigkeiten abgeklappert hatten, kannten wir schon ein wenig die Innenstadt und stellten fest, dass die Distanzen zwischen den einzelnen Punkten nicht gross sind. Bei unserer Ankunft setzte uns das Grab-Taxi gleich beim Clock-Tower ab, dies ist mitten drin und ein guter Ausgangspunkt. Das Büro der Touristen-Information liegt auch gleich gegenüber.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Da das Wetter hier schnell umschlagen kann, nutzen wir die Gunst der Stunde und besuchen zuerst alle "Openair"-Sehenswürdigkeiten. Auch lassen wir uns vom grossen Turmlift in die Lüfte heben.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Ebenfalls besuchen wir den Nachbau des Sultan-Palastes und das damit verbundene Museum. Die Welt besteht aus Fake-News - und auf Facebook habe ich meinen Teil dazu beigetragen, denn in meinem Bildtitel hiess es: "Zu Gast beim Sultan [...]". Auf dem Bild war nur eine nachgestellte Szene mit Puppen zu sehen, was die kritischen Facebook-Nutzer natürlich sofort durchschaut haben.


Koordinaten zum Anklicken:
Clock Tower + Stadthuys (Zentrum): 02°11.659'N, 102°14.938'E
1825 Gallery Hotel (unser Hotel): 02°11.821'N, 102°15.059'E
Kampung Morten (beleuchtetes Quartier): 02°12.1776'N, 102°12.076'E
Eingang Sultan Palast (Museum): 02°11.536'N, 102°15.024'E
Melaka Straits Mosque (Moschee am Meer): 02°10.764'N, 102°14.955'E


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Malaysien 22.09.2019   Port Dickson, Admiral Marina und Night Market
02°28.523'N, 101°50.725'E       Reise 2019
Die Marina ist gut geschützt und ruhig. Da die Preise moderat sind wollen wir gut eine Woche bleiben und von hier aus die Stadt Malakka besuchen. Aber zuerst müssen wir mal die nähere Umgebung erkunden. Hier reisen wir offiziell in Malaysien ein und besuchen noch am Ankunftstag die Einwanderungsbehörde. Die haben auch am Wochenende offen und wollen uns umgehend sehen. Dazu müssen wir in die Stadt und wir teilen uns ein Grab-Taxi mit Ian, der mit uns angekommen ist. Die Crew von WINDWALKER ist schon ein paar Tage hier und zusammen besuchen wir den Night Market. Immer am Samstagabend wird ein Markt mit vielen Imbissständen veranstaltet. Mit Hilfe von GRAB, ein in Asien weitverbreiteter Taxidienst (analog Uber in Europa), werden wir prompt und unglaublich kostengünstig befördert.

Mit der neuen Simkarte, Internetkredit und dem Grab-App sind wir nun gut gerüstet für weitere Fahrten.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

In der Stadt gibt es einen grossen Supermarkt mit dem Namen TF, den wir am Montag aufsuchen, da wir noch den Hafenmeister und den Zoll aufsuchen müssen.


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien Malaysien 19. - 21.09.2019   Indonesien nach Malaysien - die Strasse von Singapur
02°28.523'N, 101°50.725'E       Reise 2019
Weil unser Visa in Indonesien genau heute endet, ging ich gestern nochmals ins Marinabüro um nachzufragen ob mit unseren Papieren alles klappt. Als hätte ich einen 7. Sinn, es war nur so eine spontane Idee, aber zum Glück hake ich nach. Es gäbe da ein kleines Problem, der Hafenmeister von Batam will uns die Port-Clearance (wichtige Bescheinigung um im nächsten Land mit dem Schiff einreisen zu können) nicht ausstellen. Es sei bei der schlechten Sicht in der Strasse von Singapur viel zu gefährlich! Erst nachdem ich schriftlich bestätige, dass ich alleine und ich selber für alle Probleme verantwortlich bin, wird uns das benötigte Papier doch noch ausgestellt. Eigentlich eh logisch und keine grosse Sache; ein weisses A4 Papier, ein paar Zeilen und meine Unterschrift. Wenn nur alle Probleme so einfach gelöst werden könnten.
Bild wird geladen...
In drei Tagen nach Port Dickson (Admiral Marina)
Um 06.00 Uhr setzt die Morgendämmerung ein und wir legen ab und fahren in die Strasse von Singapur ein. Wir halten uns so lange wie möglich am Rande der gut befahrenen Schifffahrtsstrasse. Aber wir müssen sie irgendwann queren um auf die andere Seite zu gelangen. Die vielen Tanker und Frachter fahren schnell oder sogar sehr schnell. Sie können kaum ausweichen und schon gar nicht bremsen, darum haben sie auf Schifffahrtsstrassen auch Vorfahrt. Dann gibt es noch die Schnellfähren die Indonesien mit Singapur verbinden. Auch die müssen die Wege der grossen Pötte queren. Für die drei Kilometer brauchen wir zwar nur 10 Minuten, aber wir sind etwas angespannter und konzentrierter als sonst.

Alles klappt sehr gut und drüben angekommen tuckern wir weiter parallel, jedoch am Rand der «Autobahn». Nun hätten wir die beste Sicht auf die Skyline von Singapur, aber die Sicht ist sehr schlecht. Die Indonesier verursachen diese Luftverschmutzung mit ihren immensen Brand-Rohdungen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Singapur zu besuchen reizt uns unter diesen Umständen gar nicht, wir verschieben dies lieber auf später und fahren gleich weiter nach Malaysien. Wir hofften, dass die Sicht hier in Port Dickson besser wird, werden aber enttäuscht. Von Freunden vernehmen wir, dass sogar in Port Klang (100 km weiter im Norden) der Himmel noch immer vom Rauch verhangen ist.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Nongsa Point Marina: 01°11.801'N, 104°05.843'E     Marinasteg C10
Pulau Pisang Ankerplatz: 01°28.538'N, 103°15.382'E     Akzeptabel, 8.5m (HT)
Pulau Besar Ankerplatz: 02°07.376'N, 102°19.649'E     6h ok / 6h unangenehm, 7m (LT)
Admiral Marina: 02°28.523'N, 101°50.725'E     Marinasteg C30


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 12.09.2019   Äquator, Kriegsschiff und Nongsa Point Marina
01°11.801'N, 104°05.843'E       Reise 2019
Heute haben wir unsere letzte Destination in Indonesien erreicht. Wir liegen am Steg der Nongsa Point Marina und werden hier in ein paar Tagen ausreisen. Seit Bangka (letzter Blogeintrag) haben wir vier Etappen absolviert. Wie die lange gelbe Linie auf dem ersten Bild bereits vermuten lässt, haben wir schon wieder eine Nachtfahrt unternommen. Diese war nun aber definitiv die letzte in Indonesien! Die Fahrt war recht einfach, da diesmal kaum Fischer unterwegs waren. Mit dem ersten Licht runden wir die Südostecke der ersten Insel (Lingga) und fahren gleich weiter bis Kentar Island. Das war eine gute Entscheidung, denn der Ankerplatz war da einfach und nachts von Wellen gut geschützt.

Jedoch kurz vor dem Erreichen des Ankerplatzes passiert es dann - nein, nicht etwa ein Knall wie bei einem Überschallflugzeug, nein leiser, eigentlich kaum hörbar rutschen wir über den Äquator. Erwartet und dokumentiert, aber sonst irgendwie doch ereignislos.
Bild wird geladen...
Zurück im Norden
Uns soll es recht sein. Auf jeden Fall hat uns seit dem 09.09.2019 um 11:41:25 Uhr Ortszeit der Norden wieder. Ort des Geschehens: 00°00,000'N 104°50,048'E.

Die restlichen Seemeilen bis Nongsa Point Marina unterteilen wir in nicht allzulange Tagesschläge, denn hier zwischen den Inseln werden die Wassermassen durch die Gezeiten hin und her gedrückt. Und da der Strom uns nur selten schieben will, müssen wir hier mit kleinen Geschwindigkeiten rechnen. Und so war es dann auch. An jedem der drei Tage hatten wir Gegenströmung, am letzten Tag sogar zeitweise über drei Knoten. So fuhren wir anstelle von 7 nur noch 3.7 Knoten. Aber da wir dies einkalkuliert hatten, schafften wir es immer am frühen Nachmittag am Nachtplatz anzukommen. Genug Licht um zu ankern und die Untiefen zu erkennen. Der Schiffsverkehr nimmt immer mehr zu, ist aber noch absolut unproblematisch. Zweimal rufen wir einen Frachter auf und fragen ihn ob er hinter uns passieren könnte. Bei freundlichem Aufrufen haben wir bislang immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Gegenüber ist meist ebenfalls freundlich und hilfsbereit.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Wir sind schon einige Stunden unterwegs als wir plötzlich von einem indonesischen Kriegsschiff aufgerufen werden. Natürlich erwidern wir den Funkspruch, wechseln zusammen auf einen Arbeitskanal und beantworten die höflich gestellten Kontrollfragen. Alles war zu ihrer Zufriedenheit und sie verabschieden sich freundlich.

20 Minuten später ruft uns das Kriegsschiff erneut auf. Der Offizier möchte wissen ob wir eine indonesische Flagge an Bord hätten. Als ich verdutzt bestätige, fordert er uns auf diese zu hissen. Unsere Gastlandflagge weht aber schon seit dem ersten Tag in Indonesien am Masten. Vorsichtig erklärte ich, dass die gewünschte Fahne schon lange korrekt hochgezogen ist. Nach kurzer Funkpause, wahrscheinlich musste ein Matrose mit dem Fernglas die Situation visuell überprüfen, kommt prompt eine Entschuldigung. Alles gut - sichere Fahrt - und weg war das riesen Schiff.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Banka Ankerplatz: 01°30.672'S, 105°52.667'E     Angenehm, 5m (HT)
Kentar Ankerplatz: 00°03.249'N, 104°45.650'E     Angenehm, 11m (HT)
Mesanak NW Ankerplatz: 00°26.020'N, 104°30.507'E     Akzeptabel, 11.5m (HT)
Sembulang Ankerplatz: 00°52.132'N, 104°14.909'E     Angenehm, 4.5m (HT)
Nongsa Point Marina: 01°11.801'N, 104°05.843'E     Marinasteg C10


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 08.09.2019   Bangka - weitere Nachtfahrt und Taxidienst der Polizei
01°30.672'S, 105°52.667'E       Reise 2019
Immer wieder denken wir: das war jetzt unsere letzte Nachtfahrt in diesem Jahr. Aber kaum eine erfolgreich abgeschlossen, überdenken wir die Planung und sehen auch die Vorteile. Anstelle von drei Tagesetappen, mit teils fragwürdigen Ankerplätzen, können wir eine Nacht durchfahren und gleich zur guten Bucht übersetzen. Nur haben die Nachtfahrten hier in Indonesien, wir sind übrigens nun im Südchinesischen-Meer angelangt, auch erhebliche Nachteile. Es hat in der Nacht kaum genügend Wind und die vielen Lichter der Fischer verlangen eine erhöhte Konzentration bei der Nachtwache. Nachts schlafen wir auch in der Freiwache kaum und wenn dann nur angezogen im Cockpit. Dies schlaucht uns so, dass wir dann am Zielort lieber noch eine zweite Nacht anhängen. Auch die Passage von Belitung nach Bangka war eine solche Nachtfahrt. Im flachen Wasser, es ist meistens nur 25 - 30m tief, haben die Einheimischen Fischfangstationen auf Stelzen gebaut. Erst in den Morgenstunden erkennen wir, dass die Lichter keine Schiffe sind sondern fixe Pfahlbauten.
Bild wird geladen...
Gruppenbild vor dem Gemeindehaus
Und nicht nur in Ufernähe, nein auch weit draussen stehen diese Gebilde.

Wir ankern in der grossen Bucht im Nordosten auf 5m Sand, es ist mal wieder ein einfacher Ankerplatz ohne Schwell und wir erholen uns gut. Seit Belitung fahren wir parallel mit einem italienischen Schiff. Mit Aldo machten wir schon auf Lombok einen Tagesausflug zu den Gili Islands. Nach dem ersten Durchschlafen wassern wir unsere Beiboote und erkunden den Strand und das nahe gelegene Fischerdorf. Wir wollen ein Auto organisieren um in die nächstgrössere Ortschaft zu gelangen. Im ersten kleinen Laden fragen wir nach und lernen Lily kennen. Sie spricht englisch (Hurra!) und will uns helfen mit dem Transportproblem. Taxi, Autovermietung oder sogar öffentliche Verkehrsmittel gibt es keine. Zu Fuss ist es viel zu weit (mit Auto 30 Minuten!). Im Hotel gegenüber des Ladens hat es zwar Angestellte und auch geeignete Fahrzeuge, aber man darf oder will uns nicht fahren. Der Dorfpolizist wohnt in einem der Hotelzimmer und kommt heraus um die Fremden zu begutachten. Zuerst fragt er sofort nach unseren Papieren, die wir natürlich nicht dabei haben. Nicht einmal einen Pass hatten wir vom weit entfernten Schiff mitgebracht.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Wir ahnen schon Schlimmes, aber es kommt ganz anders! Lily übersetzt und erklärt unser Dilemma und Rudy, sein Name steht auf der Uniform, telefoniert mit seinem Boss. Er erhält die Erlaubnis uns zu fahren, will aber, dass Lily ebenfalls mitkommt, da auch er kein Wort english versteht. Lily willigt ein und so kann nach kurzem Umräumen des Fahrzeugs der Ausflug beginnen.

Wir werden nun also im Dienstwagen des Beamten chauffiert und überall hingebracht. Am Schluss stoppen wir noch beim Gemeindehaus, denn Rudy will uns noch seinem Boss, dem Gemeindepräsidenten, vorstellen. Wie schon auf dem Markt muss Lily auch hier übersetzen, es werden viele Fragen über unser Leben an Board gestellt und - wie kann es anders sein - wir sind mal wieder auf unzähligen Smartphones und wahrscheinlich auch Facebook-Seiten verewigt.


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 03.09.2019   Belitung - Kobolde und Zinn
02°33.178'S, 107°39.740'E       Reise 2019
Auf unserer Tagestour besuchen wir ein sehr seltenes Tier auf dieser Welt - den TARSIUS. Das Tier ist endemisch auf Belitung, hat aber artverwandte auf Sulawesi (Indoensien) und auf den Philippinen. Der putzige Kobold ist ein Primat und seine Körperlänge misst nur 10 - 15 cm. Belitung-Kobolde sind leicht grösser als seine Artgenossen auf Sulawesi und auf den Philippinen. Die einzelnen Stämme kommunizieren auch unterschiedlich. Während der Sulawesi Tarsier sich mit hörbaren Lauten verständigt, hat der Tarsius Belitung die Fähigkeit des Ohrs optimiert und teilt sich nun nur noch mit Ultraschallwellen mit.Er besitzt noch weitere Besonderheiten: im Verhältnis zu seiner Körpergrösse verfügt er über die grössten Augen. Da er aber unfähig ist diese zu bewegen, kann er seinen Kopf mit Leichtigkeit um 180 Grad drehen. Obschon er hauptsächlich nachtaktiv ist, schläft er tagsüber nur in Etappen und wir können den Kleinen in Aktion erleben.
Bild wird geladen...
Zinn-Minen
Mit seinen starken und langen Hinterbeinen springt er wie ein Frosch bis zu 5 Meter weit um punktgenau auf einem Stamm oder Ast zu landen. Zu unserer Überraschung zeigt er es uns mehrmals vor und springt auf Ästen und Zweigen um uns herum! Budi Setiawan ist zuständig für die Tiere, nimmt sich spontan viel Zeit für uns und weiss sehr viel zu erzählen. Er informiert uns in englisch über die Details und die Lebensweise dieses erstaunlichen Tiers. Der Besuch hier im Park hat sich wirklich gelohnt!

Auf unserem Tagesausflug, zusammen mit Jamie und Denise (LUKIM YU), besuchen wir auch den lokalen Markt, die Zinnminen nahe der Inselhauptstadt sowie ein kleines Museum und die Werft der Schiffsbauer.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Da unsere Tage hier gezählt sind und wir uns bald zur nächsten Insel aufmachen werden, konnten wir zum Schluss noch etwas Proviant im Supermarkt aufstocken. Evan fährt uns den ganzen Tag umher und so müssen wir uns nicht um den Verkehr oder das Fahrzeug kümmern (die pauschalen Kosten für den ganzen Tag für Auto mit Fahrer 500'000 IDR - also ca. 35.00 CHF). Whatsapp von Evan: 081977781555 - er und seine Frau betreiben ein Cafe direkt beim Jetty am grossen Strand. Sie bieten auch Laundry-Service an und helfen mit Fuel etc.


Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Belitung
https://de.wikipedia.org/wiki/Tarsius_bancanus


Koordinaten zum Anklicken:
TARSIUS - Taman Wisata Batu Mentas: 02°47.596'S, 107°50.121'E


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 29.08.2019   Belitung - die anstrengende Überfahrt lohnt sich
02°33.178'S, 107°39.740'E       Reise 2019
Die Überfahrt nach Belitung war sehr anstrengend. Wind, Wellen und Wetter hat gut gepasst und wir kamen zügig voran, aber die vielen Fischer in der ersten Nacht erforderten viel Aufmerksamkeit! So schliefen wir abwechslungsweise nur ein bisschen im Cockpit, was uns keine richtige Erholung verschaffte. Die vielen lokalen Schiffe, es waren zeitweise über 50 Lichter zu sehen, sind zwar gut beleuchtet, aber ihre Scheinwerfer sind irreführend. Sie sind so hell, es war unmöglich zu sehen, ob und in welche Richtung sie sich bewegen.

Tagsüber ankern die grossen Holzschiffe in 40 m Wassertiefe und die Crew schläft. Wir passieren sicher 30 Schiffe und hoffen, dass die nun nicht alle da oben fischen wo wir hinsegeln.
Bild wird geladen...
Am Strand der Hauptinsel
Die zweite Nacht ist stockdunkel. Leichte Bewölkung verhüllt die Sterne und die schmale Mondsichel zeigt sich erst gegen die frühen Morgenstunden. Wir rauschen durch das Schwarz - nun hat es keinen einzigen Fischer mehr. Es ist uns nun fast schon unheimlich. Ist das militärisches Sperrgebiet oder hat es unkartografierte Felsen die aus dem flachen Wasser herausragen? Sandra stellt sich ein Minenfeld vor und wir beide denken - Augen zu und durch!

Wir haben die Fahrt so abgestimmt, dass wir mit dem ersten Licht ca. 12 Seemeilen vor den ersten vorgelagerten kleinen Inseln sind. So haben wir dann schon Tageslicht, wenn wir in die Region der kleinen Fischerkanus kommen. Dies hat sehr gut geklappt und tatsächlich hatte es nur wenige Fischer, die in Landnähe ihr Glück versuchten. Da uns nun die Strömung noch etwas schob, beschlossen wir, nicht im Südwesten von Belitung zu ankern sondern die fehlenden 60 Seemeilen bis zur Nordwest-Ecke gleich anzuhängen. Nach 361 Seemeilen (ca. 670 km) im Fahrradtempo und zwei Nächten ohne Erholung sind wir so erschlagen, dass wir den welligen Ankerplatz (A) in Kauf nehmen. In der Nacht wird es ruhig und wir schlafen durch. Am folgenden Morgen verschieben wir uns auf den etwas geschützteren Ankerplatz (E) um die Ecke. Im Laufe des Tages ziehen mehrere starke Gewitter (Squalls) durch und es regnet wie aus Kübeln.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Heute Morgen scheint wieder die Sonne, wir lassen das Beiboot zu Wasser, montieren den Motor und fahren die malerischen Granitblöcke rund um unseren Ankerplatz ab. Wir erkundigen uns wo wir die Wäsche waschen können und lernen auch Evan kennen. Er ist im Café beim Pier zu finden und hilft den Seglern in allen Belangen (Ausklarieren, Auto mieten, Diesel usw.).


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 24.08.2019   Bawean - Inseltour mit Hochzeit
05°43.959'S, 112°40.315'E       Reise 2019
In der Strandbar am Ufer kann ich ein Auto mit Fahrer für einen Tag organisieren. Zusammen mit Tanya und Ash (Katamaran WINDWALKER) und Ian (ADAMANT II) unternehmen wir einen Tagesausflug. Auf der kleinen Insel gibt es eine befestigte Strasse die fast immer in Ufernähe rundherum führt. Da wir das Fahrzeug mitsamt dem Fahrer gebucht haben, können wir uns entspannt zurücklehnen und die Fahrt geniessen. Unser Fahrer lenkt das moderne Fahrzeug zwar sicher, aber mit dem Schalten hat er doch etwas Schwierigkeiten. So legte er nach dem Beschleunigen im 2. Gang immer wieder statt den 3. den 1. Gang ein - der Motor heult auf... wir denken alle: nur gut, dass dies nicht unser Auto ist.
Bild wird geladen...
Sandra und Tanya mit dem Brautpaar
Aber er ist freundlich und spricht sogar etwas englisch und dies ermöglicht ihm dann auch unseren Wünschen nachzukommen. So stoppen wir ein paar Mal um die Aussicht zu fotografieren.

Nebst dem Erkunden der Insel wollen wir aber auch im Hauptort der Insel einkaufen. Dieser liegt im Süden, also genau auf der gegenüberliegenden Seite von unserem Ankerplatz. Als wir da um die Mittagszeit ankommen, ist uns allen schnell klar, dass wir hier nicht unsere gewünschten Lebensmittel oder sogar Bier finden würden. Bier gäbe es auf der ganzen Insel nicht, versicherte uns ein Ladenbesitzer - sei ja schliesslich verboten.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Alles kein Drama, wir suchen nun ein Restaurant um eine Kleinigkeit zu essen. Aber da die Insel kaum internationale Touristen hat, begnügen wir uns mit einem einheimischen Kleinst-Lokal. Getränke gibt es keine, die holen wir vom kioskähnlichen Mini-Markt nebenan. Das servierte Hühnchen mit Nasi-Goreng riskieren wir lieber nicht und nehmen nur den Reis. Immerhin, viel gekostet hat es dann auch nicht: Für alle 5 zusammen zahlten wir 50'000 Rupiah (also 3.50 CHF).

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Auf der Rückfahrt verstopft ein Massenauflauf die kleine Strasse durch ein Dorf. Unser Fahrer schlängelt sich im Schritttempo durch die vielen Leute auf der kleinen, einspurigen Strasse. Eine Hochzeit wird gefeiert und ich bitte unseren Fahrer anzuhalten - wir wollen von aussen ein paar Bilder machen. Aber keine Chance! Wir werden ins Geschehen hineingezogen und ratzfatz werden wir für kurze Zeit zur Hauptattraktion des Anlasses. Der Brautvater begrüsst uns und lädt uns zum mitfeiern und zum essen ein. Natürlich werden wir auch hier gefühlte 1000 Mal auf Selfies festgehalten. Zudem sollen wir auf die Bühne kommen um dort mit dem Brautpaar zu posieren. Obwohl wir uns für die Störung entschuldigen, wird uns versichert, dass dies nicht der Fall sei und wir den Tag sogar bereichern.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Einer der älteren Gäste spricht mich auf englisch an und möchte mich für morgen in sein Haus einladen. Den netten Gesten und Angeboten müssen wir leider freundlich absagen, denn morgen sind wir schon wieder auf hoher See. Solche Informationen wecken die Neugierde und rufen neue Fragen hervor. Wir können uns am Schluss kaum loseisen um unsere Tagesfahrt fort zu setzen. Die Hochzeit mit all den freundlichen Menschen war das absolute Höhepunkt des Tages!


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 23.08.2019   Pulau Bawean - Insel in der Javasee
05°43.959'S, 112°40.315'E       Reise 2019
Die Nordbucht der kleinen Insel Bawean bietet einen angenehmen Ankerplatz wo es sich sehr gut aushalten lässt. Nach dem Ausschlafen und Faulenzen lassen wir unser Beiboot zu Wasser und landen am seichten Strand an. Das klare Wasser und der Sandstrand versprechen Urlaubstage. Warum also bereits weiter hetzen? In der einfachen Strandbar fragen wir nach ob wir unser Dinghy hier lassen dürfen. Die freundlichen Betreiber dieser Hütte, viel mehr ist es nicht, heissen uns willkommen und bieten uns einen Shuttle-Service zum Ort an.
Bild wird geladen...
Da hat es doch noch etwas Platz...
Als wir ihnen mit den wenigen Brocken englisch klar machen, dass wir uns lieber die Beine vertreten, können sie es kaum glauben. Zu Fuss gehen? Das machen hier die Einheimischen nicht, für alles muss der Motorroller hinhalten. Eigentlich wollten wir schon früher los, aber als das Hafenkino am Vormittag startete, war es gut an Board zu sein. Die Wellen draussen zwingen immer mehr dieser Flosse samt Schlepper in die Bucht. Anfänglich nur zwei sind es nun schon acht dieser massigen Inseln. Aber was nun geschah hat uns doch erstaunt. Das grösste Exemplar ist fast doppelt so gross wie die anderen und just dieser drängt sich an den anderen vorbei und will tief in die Bucht vordringen. Aber da ankern ja schon wir und ein anderer Segler, der gestern ankam. Der erste Ankerversuch misslingt da sich der Schlepper- Kapitän total verschätzt. Gut dass wir neben ihm liegen, denn das Abdriften dieses Kolosses endet am Bug eines kleineren Exemplares. Aufregung und Hektik entsteht - wir sitzen noch locker im Cockpit. Aber als klar war, dass die beim zweiten Versuch noch weiter nach vorne wollen, wird uns unwohl. Ein Fischerboot, es scheint als ob er hier den Lotsen macht, kommt bei uns vorbei und spricht uns indonesisch an. Zwar verstehen wir ihn nicht, uns ist aber schnell klar - wir sollen hier weg - Platz machen für den Grossen. Faustrecht - wie im Strassenverkehr schon gesehen - die Stärkeren drängeln und die kleinen fügen sich. Von Seerecht und Gepflogenheiten haben die keine Ahnung.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Und es funktioniert: auch wir sehen ein: Widerstand zwecklos - wir fügen uns freundlich dem Wunsch und verlegen uns nochmal 200 Meter näher zum Ufer - hoffentlich ist es da tief genug. Aber der Meeresboden kommt sehr langsam hoch und anstelle von 5m ankern wir nun auf 4m - alles kein Problem. Nun werden wir noch etwas lauter vom Muezzin berieselt (übrigens, einer von den vielen singt wirklich schön!).

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

In eigener Sache:
Da nun in diesem Segelgebiet viele Informationen nur auf Facebook ausgetauscht werden, können wir uns diesem Netzwerk nicht mehr länger entziehen. Wir spielen da nun also auch mit - ein Zeitfresser der seines Gleichen sucht, aber... nun ja.... so ist es eben. Aber wenn dann schon richtig: nun kann man unseren Blog mit einem Klick auf diese Schaltfläche
bequem, schnell und einfach teilen.


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 19.08.2019   Überfahrt: Lombok via Kangean nach Bawean
05°43.917'S, 112°40.218'E       Reise 2019
Am Donnerstag 15. August um 15:00 Uhr werfen wir die Leinen los und motoren aus der Bucht. Nach mehr als drei Wochen in der Medana Bay Marina fiel uns der Abschied nicht leicht. Dies ist ein Ort wo man spürt, dass man nicht nur als Kunde willkommen ist. Peter, der Eigentümer und auch seine Tochter Soraya waren uns sehr sympathisch und es ist nie leicht abzureisen wenn sich gerade neue Freundschaften anbahnen. Ein typisches Symptom unserer Art zu reisen. Auch wenn die Marina noch im Entstehen und das Bojenfeld nicht ganz frei von Schwell ist, empfehlen wir allen Cruisern hier einen Stopp einzulegen. Das Schiff kann man sorglos liegen lassen und so längere Inseltouren oder einen mehrtägigen Trip nach Bali unternehmen.

Absichtlich fahren wir am Nachmittag los, denn so können wir noch bei Tageslicht den Küstenbereich mit den lokalen Fischern hinter uns lassen und erst bei Tagesanbruch nähern wir uns wieder Land. Für eine Überfahrt bei Tag war die Strecke zu lang.
Bild wird geladen...
Kangean - eine Nacht schlafen
Einer Notiz auf der Seekarte zufolge, ist das Fischen auf einem grossen Teil unserer Strecke verboten - hoffentlich wissen das auch die Fischer, denn dies würde unsere Fahrt wesentlich entspannter gestalten! Der Grund dieses Verbotes wird uns schnell klar, denn eine der Haupt-Schifffahrt-Strassen von Australien nach China führt zwischen Bali und Lombok durch. Die grossen Frachter und Tanker sind zwar schnell unterwegs, aber gut beleuchtet und früh auf unseren Geräten (AIS, Plotter und Radar) zu erkennen. So viele sind es dann auch wieder nicht, das Queren ihrer Linien war recht einfach. In diesen Tagen ist Vollmond und er erscheint genau bei Sonnenuntergang und erhellt die ganze Nacht. Die Temperaturen sind angenehm und wir können unseren gerechneten Zeitplan ziemlich gut einhalten. In den frühen Morgenstunden nähern wir uns Pulau Kangean. Unterwegs in der Nacht hatte es tatsächlich keine Fischer, nur jetzt, nahe der Küste sind ein paar kleinere Boote unterwegs. Sie halten Abstand während sie mit ihren Schleppangeln herumkurven. Die Bucht ist sehr gross und gemäss Revierführer soll es einige grossflächige Korallenriffe geben. Wir wählen den Ankerplatz unmittelbar südlich des Leuchtfeuers, da die Wassertiefe da um die 12m beträgt und wir einem Track eines anderen Seglers folgten. Wir liegen weit weg vom Land, aber das Wasser ist ruhig und wir fühlen uns genug geschützt um uns in der Nacht erholen zu können, bevor die nächste Überfahrt startet.

Diese ist etwas länger und wir starten mit dem ersten Licht. Die Uhren mussten wir hier auf Kangean eine Stunde umstellen, wir befinden uns nun in der westlichsten Zeitzone von Indonesien (UTC + 7h). Durch das Umstellen beginnt der Tag nun schon vor 05:00 Uhr und wir haben bereits um 06:00 Uhr den Anker gelichtet.
Bild wird geladen...
Fischer schlafen hier tagsüber
Die 172 Seemeilen wollen wir bis am Nachmittag des folgenden Tages schaffen. Kaum entfernen wir uns von der Insel Kangean, nimmt der Wind auf 18 bis 22 Knoten zu und wir können segeln. Anfangs mit offener Genua, gegen den Abend hin dreht der Wind und wir baumen die Genua aus. Diese Segelstellung können wir bis zum Segelbergen kurz vor der Ankerbucht beibehalten. Ein perfektes Segeln, wenn da die Fischer, ihre Netze und die Schlepper mit Drahtseilen nicht gewesen wären. Scheinbar werden hier die Waren auf Plattformen, so gross wie schwimmende Inseln, transportiert. Diese Stahlflösse werden von einem Schlepper mit einem langen Stahlseil gezogen. Wir sehen das erste dieser langsamen Gespanne, sie machen nur etwa 2 Knoten Fahrt, noch bei Tageslicht. Die AIS-Signale der indonesischen Schiffe, leider auch die der Schlepper, sind eher schwach. Sie sind erst mit 3 - 4 Meilen Abstand auf unserem Plotter zu erkennen. Das gigantische Floss weit hinter ihm hatte weder eine Beleuchtung noch ein AIS-Signal. Jedoch sind beide gut auf dem Radar zu erkennen. Die Schlepper sind korrekt beleuchtet (mehrere Lichter in Reihe übereinander) und so erkennbar.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Bawean Ankerplatz: 05°43.917'S, 112°40.218'E     Angenehm, 6m (HT)
Kangean Ankerplatz: 06°51.395'S, 115°13.922'E     Angenehm, 12m (HT)


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 12.08.2019   Ausflug auf die Gili Inseln vor Lombok
08°21.889'S, 116°07.761'E       Reise 2019
Mit der ULANI hatten wir nie im Sinn zu den Gili Inseln zu fahren. Kaum Ankermöglichkeiten und Bojen die ziemlich ungeschützt platziert sind. Zudem vertrauen wir nicht mehr einfach mal so allen Bojen. Auf unserer Reise haben wir schon zu viele losgerissene Schiffe und schlecht unterhaltene Bojen gesehen. Zeit haben wir aber genug um die drei nahe gelegenen Inseln zu besuchen und wollen dies mit einem der zahlreichen lokalen Anbieter tun. Vermutlich wäre es auch möglich mit einem grossen Beiboot rüber zu fahren, aber am Nachmittag kann die Rückfahrt sehr rau und mit dem Seegang vielleicht sogar etwas am Limit sein, denn der Wind und die Wellen nehmen in der zweiten Tageshälfte vielfach erheblich zu.

Als wir die beiden Segler Aldo und Cristina in der Marina kennenlernen, verabreden wir den Tagesausflug gemeinsam zu machen. Die beiden Italiener stammen aus der Toscana und sprechen zwar englisch, aber plaudern mit uns dann doch lieber immer in ihrer Muttersprache. Tja, was soll ich sagen... es ging, aber ich war sehr gefordert. Mit viel Fantasie klappte es oft, aber nicht immer.
Bild wird geladen...
Touristen- und Materialtransport
So erschuf ich im Redefluss auch schon mal eigene Wortkreationen wie zum Beispiel Chaina (sprich «Tschena» - abgeleitet aus Chain - also Kette in englisch), was aber natürlich Catena wäre. Mein Wort wurde als Abendessen verstanden (Cena), was aber in einer Geschichte rund ums Ankern zuerst fragende Gesichter und dann eine Lachsalve auslöste. Aber da kenne ich nichts... einfach munter drauf los... Sandra hatte natürlich keine Probleme. Zum Glück sprachen die beiden ein sehr sauberes Italienisch und ich hatte nur Mühe, wenn ich selber eine Geschicht zum Besten geben wollte. Das gibt es nicht oft.... aber an diesem Tag war ich ein paar Mal sprachlos...

Geplant waren heute Stopps bei allen drei Gili Inseln, jedoch bei Gili Meno (die mittlere) haben wir nur gebadet und dann die Insel umrundet. Das viel angepriesene Schnorcheln mit schönen Korallen und Fischen war mehr als übertrieben. Wenn Fische, dann nur kleine und die Korallen waren an jedem Ankerplatz, ja sogar in der Medana Bay Marina besser. Also deswegen muss man nicht zu den Gili Inseln rüber.

Zuerst landeten wir auf Gili Trawangan und schlenderten der kleinen Küstenpromenade entlang. Die Insel hat mir am Besten gefallen, denn es hat viele Restaurants und einen gepflegten Uferweg. Dann folgten ein paar Halte wo wir schnorcheln durften. Wir besuchten auch die künstlich platzierten Unterwasser-Figuren, leider zusammen mit hundert anderen Touristen. Viellecht ist rücksichtslos das falsche Wort - ich bin mir sicher, die meisten der jungen Leute waren einfach überfordert im Wasser zu liegen, durch die Taucherbrille in die Tiefe zu blicken und mit dem wild um sich schlagen aufzuhören. Zweimal wurde mir mit einer Schwimmflosse oder einer Hand die Brille vom Kopf geschlagen. Keine Freude(!) und als wir vier feststellten, dass es hier für uns sowieso nichts Sehenswertes gab, waren wir schnell wieder im Boot zurück. Der Schiffsführer und unsere Schwimmbegleitung waren überrascht, dass wir so schnell zurück waren. Wir erklärten ihnen, so freundlich wie es nach dieser Enttäuschung nur ging, dass wir halt eben mehr erwartet hätten.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Alles in Allem war es dennoch ein schöner, abwechslungsreicher Tagesausflug. Und als wir dann die Ankermöglichkeiten sahen, waren wir froh hier nicht die Nacht verbringen zu müssen. Auch im Bojenfeld der Medana Bay Marina ist es nicht perfekt, aber um Längen besser als bei den Gili's.


Angaben im Internet:
http://www.gili-paradise.com/gilis-information/about-gili-islands


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 02.-05.08.2019   Bali, eine kurze Reise zur Nachbarinsel
08°21.889'S, 116°07.761'E       Reise 2019
Auf unserer Reise durch Indonesien wollen wir natürlich auch Bali besuchen. Diese Insel liegt gleich nebenan, bietet aber für uns Segler keine guten Ankerplätze und die einfache Marina im Südosten der Insel hat einen schlechten Ruf. So beschliessen wir die ULANI noch etwas länger in der Madana Bay Marina (Lombok) zu lassen und nehmen am 2. August ein Taxi zur Schnellfähre in Bangsal.

Da gibt es verschiedene Transportangebote, aber nach Rücksprache in der Marina und dem Wissen, dass diese kurze Passage schon auch mal recht rau sein kann, entscheiden wir uns für das grösste Schnellboot der Firma Ekajaya (Link siehe unten). Die Unterkunft hatten wir online gebucht und im Schnellboot-Ticket ist sogar ein Bustransfer zu den grossen Destinationen auf Bali enthalten. Wir haben drei Nächte in Ubud gebucht und dahin werden wir nach der Schifffahrt auch kostenlos hingefahren. Mitten im Zentrum werden wir abgesetzt und dank Smartphone und GPS finden wir unser Hotel auf Schusters Rappen.
Bild wird geladen...
Ganesha, als Brunnen mit Blumenschmuck
Angekommen im Hotel ist der Tag schon fast um und nach einer heissen Dusche gehen wir gemütlich in einem nahe gelegenen Restaurant essen. Schon bei unserer Wanderung zum Hotel gewannen wir den Eindruck, dass es schon in Ubud selbst viel Interessantes zu sehen gibt. Der Ort ist voll von Touristen und dementsprechend auch von diversen Ausflugsangeboten. An jeder Ecke will man uns ein Taxi andrehen, die zwar umgerechnet nicht viel kosten, aber für Indonesien erheblich überteuert sind. Wir benutzten bisher in Lombok die Bluebird-Taxis, denn die verrechnen nach Taxiuhr und sind nicht teuer. Genau aus diesem Grund ist diese Firma in Ubud unerwünscht, denn man will ja was verdienen. Und zwar mit mündlichen Pauschalpreisen die nur wenig verhandelt werden können und mindestens 3x höher liegen als mit Taxiuhr. Die einen Touristen zahlen alles, andere gehen dementsprechend viel zu Fuss, aber das soll ja auch gesund sein.

Gerade in der Zeit unseres Besuches sind Festivitäten im Gange und ganz Bali ist dekoriert. Flaggen in Gelb und Weiss (die Farben der Reinheit), extra herausgeputzte Tempelbesucher und andere Dekorationen werten das Landschaftsbild auf. Auch liegen überall speziell viele Opferschalen und Räucherstäbchen vor den Hauseingängen, vor Tempeln und Opferschreinen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Für den Folgetag buchen wir einen Tagesausflug an mehrere Orte. So sehen wir gleich verschiedene Tempel, eine Kaffee-Produktion mit dem berühmten, teuren Luwak-Kaffee, terrassierte Reisfelder und Holzschnitzereien. Um alles zu sehen reicht unsere Zeit bei Weitem nicht, aber um einen Eindruck von Bali zu gewinnen waren wir mit unserem Kurz-Trip ganz zufrieden. Natürlich hätten wir auch noch weitere Tage anhängen können, aber um diese vielfältige Kultur und die Naturschönheiten dieser grünen Insel komplett zusehen, reichen auch mehrere Wochen nicht. So kratzten wir halt mal wieder nur an der Oberfläche, aber es hat sich für uns gelohnt!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Falls wir wegen eines auslaufenden Visums mal irgendwo ausfliegen müssen, würden wir gerne wiederkommen und andere Teile dieser Insel sehen. Denn auch wenn es der «Ballermann» für die Australier ist, so ist es wie auf Mallorca; nur ein ganz kleiner Teil des Paradieses ist zur Partymeile mutiert, der überwiegende Rest des Eilandes ist noch immer eine Reise wert!


Angaben im Internet:
http://ekajayafastboat.com    (Schnellboot Bangsal - Padang Bay)
https://de.wikipedia.org/wiki/Kopi_Luwak    (Luwak - Kaffee)


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 30.07.2019   Lombok, Besuch im Wildlife Park
08°21.889'S, 116°07.761'E       Reise 2019
Unsere ULANI liegt sicher vertäut an Boje und Heckleine, so dass wir unbeschwert kleine Landausflüge unternehmen können. Vorgestern besuchten wir Mataram, den Hauptort der Insel. Wir fuhren der Küste entlang hin und über die Berge zurück. Die Fahrt dauerte je ungefähr eine Stunde und ist nicht teuer (ca. 10 - 12.00 CHF pro Fahrt - Taxiuhr).

Den Wildlife Park (früher hiess er Elephant Park) haben wir für heute aufgespart. Wie wir schon von Seglern aus früheren Jahren wussten, ist dieser Tiergarten wirklich sehenswert. Er ist nur 15 Autominuten von hier entfernt und die Marina hat ausgehandelt, dass ihre Gäste kostenlos abgeholt und zurück gebracht werden. Bereits um 08:30 Uhr sind wir, bewaffnet mit Fotokameras, an der Rezeption und bitten die Angestellten der Marina da für uns anzurufen.
Bild wird geladen...
Orang-Utan Baby Kiki
Eine Viertelstunde später sitzen wir bereits im Auto, unterwegs zum Wildlife Park. Sandra und ich haben bereits am Vortag entschieden, dass wir das grosse Paket mit Mittagessen und allem Drum und Dran buchen werden. Als wir ankamen wird uns ein Führer zur Seite gestellt und wir werden je mit einem Früchtekorb ausgerüstet. Er enthält diverse Leckereien, die wir nun nach und nach den Tieren verfüttern dürfen. Da wir früh sind, haben wir genügend Zeit und teilen uns den grossen Park nur mit zwei anderen Kleingruppen. Als wir später den Lunch im parkeigenen Restaurant einnehmen, beginnt sich der Park allmählich zu füllen. Früh da zu sein hat sich wirklich ausbezahlt. Unser Vollprogramm beinhaltete unter anderem das Plantschen mit den Elefanten, die Tuchfühlung mit den Reptilien und das von Hand füttern sehr vieler verschiedener Tiere. Die Flusspferde (Hippopotamus) sperrten ihre gewaltigen Mäuler weit auf als wir ihnen Grünzeug hinhielten! Einer der Höhepunkte war die Begegnung mit der ausgewachsenen Orang-Utan Dame Valent!
Bild wird geladen...
Alles im Griff
Kaum näherte ich mich ihr, stiess sie mich um, zerrte mich zu ihr, zog mir die Schuhe aus und beschnüffelte mich. Obschon ihre Körpermasse wesentlich kleiner als meine waren, hatte sie enorm viel Kraft in den Armen und Beinen. Nach dem Herumtollen, was mir nach anfänglichem Spassen dann fast ein bisschen ernster erschien, beruhigte sie sich wieder und liess sich brav fotografieren. Auch viele bunte Vögel liessen sich mit Erdnüssen füttern und teilweise auf den Arm nehmen. Es hatte auch junge Komodo-Warrane. Diese kann man wie auch auf Komodo nur mit Abstand betrachten und so sind wir uns gewiss beim Vorbeisegeln nichts verpasst zu haben.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Die beiden Baby-Orang-Utan zogen alle Besucher in den Bann. Die schweren Würgeschlangen (Python, 50 Kg, 4 Meter) haben sicher nicht alle Tagesgäste auf die leichte Schulter genommen... auch ich war dann im wahrsten Sinn des Wortes erleichtert als ich sie nach über 5 Minuten wieder absetzen konnte.

Übrigens entstand der Wildlife Park aus einer Gruppe von Wildtieren die aus illegalen Gefangengenschaften beschlagnahmt worden sind. Diese Tiere konnten nicht mehr ausgewildert werden und fanden hier ein neues Zuhause. Viele der Tiere sind im Laufe der Zeit an Menschen gewöhnt worden und deshalb sehr zugänglich für Besucher.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Der Tagesausflug war für uns ein Volltreffer und wir glauben, dass wir auch einem Oran-Utang in Kumai (auf der Insel Borneo) nicht so nahe kommen können wie hier im Park. So werden wir wahrscheinlich auch Kumai rechts liegen lassen wenn wir dann weiter in Richtung Singapur segeln werden.


Angaben im Internet:
https://lombokwildlifepark.com


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Indonesien 05. bis 22.07.2019   Lesser Sunda Islands, Indonesien
08°21.889'S, 116°07.761'E       Reise 2019
Die Insel Timor hält den starken Südost-Passatwind ab und wir planen eine Nachtfahrt zu der Insel Alor. Ursprünglich wollten wir im Gegenuhrzeiger um die Insel segeln, aber wir wurden informiert, dass an der Nordost-Ecke von Alor zwei Strömungen gegeneinander prallen und dies eine sehr ungemütliche See ergibt. So planten wir um und entschieden uns für eine Abfahrt am frühen Abend um uns bei Tagesanbruch der Südwest-Ecke der Insel Alor anzunähern. Auch hier zwischen den Inseln Alor und Pantar ergibt der grosse Wasseraustausch eine starke Strömung, aber diese sollte weniger Seegang produzieren. Übrigens ist dieses Phänomen unter dem Namen «Indonesischer Durchfluss» (Indonesian Throughflow, ITF) wohlbekannt und erforscht. Weiter unten habe ich einen Link zu weitergehenden Informationen integriert.

Auf der Nachtfahrt zu unserem ersten Ankerplatz in Indonesien schob uns der Strom an der Nordküste von Timor und kenterte dann als wir zwischen den Inseln hoch motorten. Mit zeitweise bis zu 4 Knoten Gegenstrom arbeiteten wir uns langsam nordwärts.
Bild wird geladen...
Hello Mister - Kinder fragen nach «Pens»
Kaum hatten wir den Inseleinschnitt zur Stadt Kalabahi erreicht, stoppte der Gegenstrom und wir konnten bei bestem Wetter unseren Nachtplatz ansteuern. Wir wählten die Bucht neben der Stadt und mit dem Einnachten flaute der thermische Wind ab. Wir konnten eine ruhige und erholsame Nacht geniessen bis uns der Muezzin noch vor 05:00 Uhr weckte. Mittlerweile haben wir uns an die fünf Rufe des Vorbeters gewöhnt, auch wenn es de facto viel mehr Lautsprecherdurchsagen sind, da viele Moscheen in Hörweite liegen und diese teilweise die anderen abwarten um die volle Aufmerksamkeit des Volkes zu erhaschen. In den folgenden gut zwei Wochen fuhren wir täglich 6 bis 7 Stunden, ankerten, wurden besucht von Kindern in Kanus und konnten immer gut schlafen, da das bisschen Wind zusammen mit der untergehenden Sonne verschwand. Unterwegs begleiteten uns Wale, mehrmals Delfine und an Ankerplätzen konnten wir Seekühe (Dugongs), Wasserschildkröten und auch Haie beobachten. Da wir fast immer nahe der Nordküste unterwegs waren, hatten wir die Feldstecher schnell zur Hand um Fischer, Netze oder schwimmende Holzkonstruktionen früh auszumachen. Auch die sehenswerte Landschaft, die Vulkane und grünen Berge waren sehr kurzweilig auf den langen Fahrten unter Motor. Dieser lief die ganze Zeit über und es ist ratsam hier viel Diesel mitzuführen. Wenige Male zogen uns die Segel etwas, aber ohne Motor wären die Tagesetappen nicht zu schaffen. In Dili hatten wir unseren Proviant so aufgestockt, dass wir keine Landgänge machen mussten.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Erst in Riung, also etwa in der Mitte von der Insel Flores, trafen wir auf zwei andere Segler am Ankerplatz. Während der restlichen Zeit waren wir die einzigen Segler unterwegs und auch die Ankerplätze hatten wir immer für uns alleine. Diese sind unterschiedlich gross. In engen Buchten hat es an optimaler Stelle immer nur für wenige Schiffe genügend Raum und wir waren froh, dass wir den Platz für uns alleine hatten.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

In der Inselregion Komodo ankerten wir in der Nordbucht der Hauptinsel Komodo. Ganz nahe am südlichen Ufer fanden wir einen perfekten Ankergrund mit Schlamm. Am späten Nachmittag konnten wir gut Vögel, Rotwild und dicke Schweine am Ufer beobachten. Da die Insel Naturschutzgebiet, vor allem wegen der Komodo-Warrane, ist, gehen wir davon aus dass dieser Tierbestand bewusst als Nahrung für die Riesenechsen ausgewildert worden ist. Im Nationalpark Komodo gibt es Ranger, Ankerverbote und es wird auch Eintritt verlangt. Aber hier oben in der Nordbucht sind wir so abseits der üblichen Touristenplätze, dass wir in Ruhe gelassen werden. Über Nacht stoppen ein paar grosse Holzsegelschiffe, aber die trauen sich mit ihrem Tiefgang nicht so weit in die Bucht hinein.

Übrigens hat sich unser Roaming-Paket von Dili (Telkomcel 60 Tage unlimitiertes Internet in Indonesien, mehr dazu in den Links vom Beitrag 03.07.2019) voll gelohnt! Es läuft noch immer tadellos und hat uns den Zugang zum Internet vom ersten Tag an ermöglicht. Nicht alle Ankerplätze boten genug starke Antennensignale an, aber an vielen Plätzen und auch unterwegs an der Küste hatten wir immer mal wieder Datenzugang.


Angaben im Internet:
http://www.enso.info/enso-lexikon/lexikon-ij.html#indonesischer_durchfluss
https://en.wikipedia.org/wiki/Fish_aggregating_device
https://de.wikipedia.org/wiki/Javaneraffe
https://en.wikipedia.org/wiki/Cerulean_kingfisher
http://www.medanabaymarina.com/


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Osttimor Indonesien 05. bis 22.07.2019   Überfahrt nach Indonesien
08°21.889'S, 116°07.761'E       Reise 2019
Von Dili (Osttimor) sind wir direkt nach Lombok um da offiziell einzureisen. Für diese Distanz wählten wir die ruhige Fahrt hinter der Inselkette. An der Nordküste sind wir so vom Wellengang gut geschützt. Aber das ruhige Wasser wird von den Fischern auch intensiv genutzt. Leider sind die meisten Boote, andere Schwimmkörper und Netze meistens unbeleuchtet und nachts nicht zu erkennen.

Selbst tagsüber mussten wir oft Fischern oder ihren Netzen ausweichen. Aus diesem Grund planten wir nur Tagesetappen und ankerten wenn möglich immer am frühen Nachmittag. Zweimal fühlten wir uns am eingeplanten Ankerplatz nicht wohl (Korallen und Riffe zu nahe) und hängten eine kurze Etappe an um zum nächsten beschriebenen Nachtplatz zu fahren.

Im Wissen, dass sich unser Vorgehen in einer rechtlichen Grauzone befindet, zogen wir es aus Sicherheitsgründen trotzdem vor, nachts nicht zu fahren. Da wir erst in Lombok (Port-of-Entry) mit unserer Yacht einreisen können, haben wir keine Landgänge gemacht und auch unser AIS in dieser Zeit auf stumm gestellt. Wir hissten nur die Indonesische Gastlandflagge und vermieden es vor grösseren Orten zu ankern.

Sandra und ich haben unterwegs oft überlegt ob wir wieder dieses Vorgehen wählen würden. Alternativ hätten wir von Dili nach Kupang (West-Timor, Indonesien) segeln und dort einklarieren können. Dann hätten wir jedoch über zwei Wochen von unserem 60-Tage Visa bereits verbraucht. Mit unserem Vorgehen können wir nun von Medana Bay Marina (Lombok) aus Landreisen unternehmen und uns viel Zeit lassen. Wir rechnen sogar damit, dass wir es ohne VISA-Verlängerung bis nach Malaysia schaffen werden.

Beim Einreisen in Lombok gaben wir korrekt an, dass wir direkt von Dili (Osttimor) angereist sind, unsere nächtlichen Ankerstopps behielten wir für uns. Das Einreisen klappte problemlos.


Angaben im Internet:
http://www.medanabaymarina.com/


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Osttimor 03.07.2019   Das indonesische VISA ist da - und die Polizei auch
08°33.102'S, 125°34.656'E       Reise 2019
Heute Morgen, wir sitzen gerade gemütlich beim Kaffee und arbeiten an diesem kleinen Stadtplan, da kommt das Polizei-Schlauchboot vorbei. Zuerst dachte ich die machen eine Kontrolle, aber da wir schon fast zwei Wochen 200 m vor ihrer Polizeistation ankern, kann ich mir das irgendwie auch nicht ganz vorstellen. Sie fahren nahe heran und wollen mir scheinbar etwas wichtiges mitteilen. Den wenigen Brocken Englisch entnehme ich, dass wir hier weg müssen, denn hier komme ein australisches Schiff hin. Wir sind aber mit Heckanker und 60 m Kette am Bug sicher installiert und wollen eigentlich nicht weg, aber es scheint keinen Weg dran vorbei zu führen.

Na dann mal Danke für die Geburtstagüberraschung! Zumindest ist es noch ruhig und die thermischen Winde haben noch nicht eingesetzt. Also lassen wir alles stehen und liegen. Als ich vom Beiboot aus den Heckanker von Hand hochnehmen will, ist nach 34m dreckigem Seil Schluss. Der Anker hat sich tief eingegraben - ich brauche Hilfe. Nun haben die uns das eingebrockt, dann sollen die uns auch helfen! Ich winke das Polizei-Schlauchboot herbei und erkläre mit Händen und Füssen was mein Problem ist und er solle doch bitte mit seinem riesigen Boot an der Leine ziehen bis sich der Anker löst. So richtig will er zwar anfangs nicht, auch weil das Tau schlammig und dreckig ist, aber dann macht er es doch und - schwupps der Anker ist frei.

Nur etwa 200 m westlicher ankern wir neu, setzen aber keinen zusätzlichen Heckanker mehr. Für die letzten Tage hier geht es gut auch ohne und so ist dann das Ablegen einfacher.

Übrigens hat gestern alles geklappt. Wir konnten unsere Pässe mit dem richtigen VISA B211/60 pünktlich um 14:00 Uhr abholen. Kleiner Tipp: beim Ausfüllen des Formulares wird nach dem beantragenden VISA-Typ gefragt. Es ist ein Single Entry Visa, aber um sicherzugehen dass sie uns dieses B211/60 geben, habe ich es noch von Hand dazu geschrieben. Es gibt eben auch ein B211/30 und dies wollten wir ja nicht!


Weitere Informationen:
Unlimitiertes Internet mit Sim-Karte 4G in Dili        internet_dili.txt
Vorgehen zur Erlangung Visum B211/60        visa_indonesia_dili.txt
Stadtplan Dili als Bild        dili-plan-01.jpg


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Osttimor 28.06.2019   Indonesisches VISA und die Hauptstadt Dili
08°33.007'S, 125°34.782'E       Reise 2019
Am Tag der Ankunft wassern wir unser Beiboot und setzen an Land über. Wir wollen uns korrekt anmelden und bei den Behörden alles erledigen. Der Australier neben uns, hat uns kurz informiert wie wir vorgehen sollen und grob erklärt wo was zufinden ist.

Frisch geduscht und saubere lange Hosen angezogen, machen wir uns mit allen Dokumenten und etwas US-Dollar (Landeswährung) auf den Weg. Einen Zollbeamten finden wir per Zufall in einem anderen Gebäude und fragen nach wohin wir sollen, der gibt uns gleich die Anmeldepapiere. Also Nr. 1 erledigt. Er sagt uns dann, dass heute ein Feiertag sei und die anderen Behörden sicher nicht da sind.

Wir versuchen es dennoch bei der Immigration und siehe da: ein einsamer Beamter bringt im Office die Zeit mit laufendem TV rum (irgendein stupides Nachmittags-Show-Programm!). Wir warten bis er nicht mehr mit seinem Smartphone spielt und sich Zeit für uns nimmt. Sein knappes Englisch reicht um uns zu verständigen. Neben uns plärt die TV-Show von allen unbeachtet weiter.

Nun kam die Gretchenfrage: Italienischer Pass oder doch als Schweizer einreisen? Wir wissen, dass die EU-Staatsbürger keine Gebühren für das Einreisen bezahlen müssen, alle anderen Staatangehörigen jedoch 30 USD pro Person. Nun ist leider unser italienischer Pass keine 6 Monate mehr gültig, was eigentlich nicht akzeptiert wird. Aber wir versuchen es dennoch als Italiener. Der gelangweilte Beamte schaut nichts im Pass nach, kontrolliert nicht mal die Bilder! Nun kramt er seinen Stempel hervor, sucht lediglich eine leere Seite im Pass und stempelt.
Bild wird geladen...
Früchte- und Gemüsemarkt an der Wasserfront
Er gibt uns 90 Tage (da EU) und erklärt es sei kostenlos als Italiener. Wir verabschieden uns mit einem OBRIGADU und suchen den Hafenmeister aber seine Tore sind geschlossen. Auch die weiteren Behörden (z.B. Gesundheit, Quarantäne) haben nun wirklich wegen des Feiertags zugesperrt... was solls, keiner kümmert sich wirklich. Das Wichtigste haben wir - wir sind legal im Land eingereist. Den Rest machen wir am Montag... oder so...

Der Hauptgrund für unseren Besuch in Osttimor ist das Visum für Indonesien. Dies kann nur ausserhalb Indonesiens auf einer Botschaft beantragt werden. In Australien ist dies nur in Canberra, Sydney und Darwin möglich. Diese Orte liegen aber nicht auf unserer Reiseroute. Man hätte es per Post erledigen können, aber man muss nach Erhalt des Visums innerhalb relativ kurzer Zeit in Indonesien einreisen sonst verfällt es wieder. Das ist mit dem Segelschiff nur von Darwin aus zu schaffen, aber da wollen wir nicht hin.

Osttimor ist die einzige Alternative und bietet sich an, denn hier kann man einfach Einreisen, es liegt genau auf der Route und man ankert direkt vor der Hauptstadt. Die Indonesische Botschaft kann zu Fuss oder bequem mit einem Taxi erreicht werden.

Für das mehrmals verlängerbare Visum (Typ B211/60) braucht es einen Sponsor Letter. Das ist ein Brief eines Indonesiers der uns quasi einlädt und für uns bürgt. Natürlich kennen wir niemanden, aber es gibt Agenten die ein Geschäft daraus gemacht haben solche Briefe auszustellen. Der erste Agent (Raymond) lässt uns leider mehrere Tage warten und verspricht Termine die er nicht einhält. Wir wechseln zu Ruth und erhalten den Sponsorbrief innert 24h und auch noch günstiger!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Mit allen Unterlagen waren wir um 09:00 Uhr in der Botschaft und wollten das Visum beantragen indem wir alles einreichen. Zuerst meinte die Dame, dass gewisse Unterlagen fehlen würden, aber ich konnte ihr höflich aufzeigen dass alles da ist. Dann meinte sie wir hätten das falsche Formular ausgefüllt. Ich frage vorsichtig ob sie mir das richtige geben könnte? So könnten wir ja schnell alles übertragen und die Sache wäre erledigt. Nein, Formulare gibt es nur nachmittags um 14:00 Uhr und dann werden auch die Namen in ein grosses Buch eingetragen. Aha...

Es besteht kein Spielraum - zurück auf die ULANI lohnt sich nicht - also bringen Sandra und ich die fünf Stunden in der kleinen Stadt rum. Zu Fuss (wir müssen ja eh Zeit vernichten) besuchen wir die wenigen Sehenswürdigkeiten, gehen Kaffee trinken, Fritten essen im Burger King, dann für einen Cappuccino zum Italiener und um 14.00 wieder zur Botschaft zurück. Den ganzen Tag in langen Hosen, geschlossenen Schuhen und Hemd (alles so vorgeschrieben für den Botschaftsbesuch)!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Nun gibt es eine schräge Kopie einer Kopie... alles auf Indonesisch mit ein paar Brocken Englisch. Zur Sicherheit füllen wir es gleich da aus, so können wir Unverstandenes gleich nachfragen.

Aber Einreichen können wir das Ganze jetzt nicht! Dies ist ein Vorgang für den Vormittag! Also wieder zur ULANI und am folgenden Tag wieder die vorgeschriebene Bekleidung anziehen und zur Botschaft. Nun sitzt eine andere Dame da. Sie ist sehr nett und zieht auch gleich die Gebühr von je 50 USD in bar ein. Wir warten bis sie alles gesichtet und geordnet hat. Abschliessend teilt sie uns mit, dass wir am Dienstag um 14:00 Uhr die Pässe mit dem Visum abholen können.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Es scheint also tatsächlich zu klappen...


Weitere Informationen:
Unlimitiertes Internet mit Sim-Karte 4G in Dili        internet_dili.txt
Vorgehen zur Erlangung Visum B211/60        visa_indonesia_dili.txt
Stadtplan Dili als Bild        dili-plan-01.jpg


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Australien Osttimor 12. bis 20.06.2019   Überfahrt von Australien nach Osttimor
08°33.007'S, 125°34.782'E       Reise 2019
Es geht uns wie den meisten Langzeitsegler: Überfahrten sind nötig um in neue Gebiete vorzustossen, aber unsere Lieblingsbeschäftigung ist es nicht. Wir bevorzugen Tagesetappen, ankommen im Laufe des frühen Nachmittages, ankern in einer ruhigen, geschützten Bucht, baden und den Abend ausklingen lassen. Wir denken zurück ans Mittelmeer, die Karibik, an Fiji und auch an französisch Polynesien - da war das noch so. Die Vorzüge der jeweiligen Segelreviere erkennen wir immer im Nachhinein, vorallem beim Vergleichen mit den aktuellen Gewässern.

Nun haben wir also einen neuen Kontinent erreicht und werden wieder ein neues Revier kennen lernen. Die Überfahrt von gut 1000 sm war die Drittlängste unserer Reise und führte uns von der Torres-Strasse (Meerenge nördlich von Australien) in die Arafurasee, dann Timorsee und schliesslich an den unteren Rand der Bandasee. Namen von Meeresteilen die wir selber noch nicht kannten.

Das Warten auf ein gutes Wetterfenster in Horn Island hat sich ausbezahlt. Den Start legten wir auf den Mittwoch 12.06.2019 fest. Im Norden Australiens müssen die Gezeitenströme berücksichtigt werden, sonst segelt man rückwärts oder hat eine sehr wilde See. Die Situation Wind-gegen-Strom baut hohe und steile Wellen auf - danke, darauf verzichten wir lieber. Der Tidenkalender von Queensland verrät uns wann die Strömung wie läuft.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Um nochmals die Wäsche zu waschen setzen wir am Montag mit der Fähre nach Thursday Island über. Es gibt dort Selbstbedienungs-Automaten die wir benutzen wollen. Zwischen den Waschgängen besuchen wir die Border Force (Zoll- und Einwanderungsbehörde) und fragen höflich nach, ob wir ausnahmsweise schon heute den Papierkram für die Ausreise erledigen dürften. Die 24-Stunden-Regel, wonach wir nach dem Ausklarieren das Land verlassen müssten, würde bedeuten, dass wir morgen nochmals mit der Fähre kommen müssten. Die netten Beamten machen tatsächlich eine Ausnahme und datieren unsere Abfahrt auf den Mittwoch voraus. Hoffend auf ein solches Entgegenkommen, hatten wir die Pässe und Schiffspapiere schon dabei.

Bei bestem Wetter starten wir die lange Überfahrt. Die Windprognosen sind mit 15-20 Kn achterlichen Wind optimal. Dank einem schwachen Hochdruckgebiet, in Form eines flachgedrückten Ovals, kurz vor Neuseeland, hält die Wettersituation die ersten sechs bis sieben Tage. Die letzten zwei Tage sind wir dann bereits durch die Nordost-Ecke der Insel Timor geschützt. Ausser einem regnerischen Tag zeigte sich immer die Sonne und der Wind hielt sich an die Prognose. Da diese Gewässer überwiegend wenig Wassertiefe (10 - 50m) aufweisen, leuchtete das Meer die ersten Tage in hellem Aquamarinblau. Erst nach der Hälfte der Distanz wurde es 100m, dann später 2000m tief. Das gewohnt dunkelblaue Meer des Blauwassersegeln stellte sich also erst in der Timorsee ein.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Ein grosse gebliche Seeschlange, einige Meeresschildkröten, Delfine und ein Wal passierten uns. Fliegende Fische auf Deck und Seevögel die sich auf der ULANI ausruhen - alles wie gehabt: eine Ozeanpassage eben. In der zweiten Nacht sehen wir acht hellbeleuchtete Schiffe am nördlichen Horizont. Die Flutlichter stammten sicherlich von grossen einheimischen Fischern, denn ein AIS-Signal sendeten sie nicht. Auf dem Radar sehen wir, dass sie über 10 sm entfernt sind und nicht näher kommen. Ein paar Stunden später ist der Spuk vorbei. Bis nach Timor teilen wir uns die unendliche Weite nur noch mit einigen Frachtern und Containerschiffen. Wir fahren auf einer Strecke die auch die Grossschifffahrt nutzt. Dank AIS waren die zwar nie ein Problem, aber zwei von ihnen habe ich zur Sicherheit aufgerufen und nachgefragt ob sie uns auf ihrem Display ebenfalls sehen können.

Wie erwartet dauerte es 48 Stunden bis wir unseren Rhythmus gefunden haben. Aus dem Golf von Carpentera rollen Wellenhüge an, die uns seitlich schaukeln lassen. Aber auch daran gewöhnen wir uns mit der Zeit wieder. Auch weil wir ein gutes Wetterfenster erwischten, war die Überfahrt technisch nicht schwierig. Trotzdem sind fast zwei Jahre seit unserer letzten Passage vergangen. An die Schiffsbewegungen, die Geräusche im Schiffsinnern und an die zweistündigen Nachtwachen mussten wir uns wieder gewöhnen.


Angaben im Internet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Osttimor
https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Osttimor


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Osttimor Ankerplatz 1: 08°24.753'S, 126°47.277'E     Angenehm, 6m, Mud
Osttimor Ankerplatz 2: 08°30.828'S, 126°03.043'E     Schwell, 13m, Soft Mud
Osttimor Dili: 08°33.007'S, 125°34.782'E


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Segeln an der Ostküste von Australien
Australien 29.05.2019   Horn Island, letzter Ankerplatz in Australien
10°35.778'S, 142°14.442'E       Reise 2019
Von der Shallow Bay, nördlich der Albany Passage, sind es nur noch 25 Seemeilen bis zum Ankerplatz hinter Horn Island. Heidi rät uns am Morgen zeitig loszufahren, da es dann noch kaum Wind hat und somit das Meer in dieser Stromgegend keine Probleme schafft. Bei Tagesanbruch machen wir uns also gemütlich ans Werk, lichten den Anker und motoren nach Norden. Am Cape York, dem nördlichsten Punkt vom Festland Australiens verabschieden wir uns nochmals am Funk von Heidi und Wolfgang. Die KANALOA fährt nun nach Westen, in Richtung Darwin. Wir hingegen wollen zur nun bereits in Sichtweite gekommene Insel Horn Island, unserer letztn Station in Australien.
Bild wird geladen...
Fähranleger Horn Island, im Hintergrund Thursday Island
Die Fahrt ist ruhig wie erwartet und wir motoren das kurze Stück. Genau nach dem Revierführer (Alan Lucas) fahren wir im Gegenuhrzeigersinn um Horn Island, umrunden einige Seezeichen im Slalom, lassen den Anker auf 8-10m fallen und stecken 50m Kette. Im Buch steht es sei hier guthaltender Schlamm, aber beim Ankereinfahren rumpelt es dann doch ein bisschen - Korallen oder Steine scheint es auch zu haben. Wir bleiben die ersten 24 Stunden an Bord um das Strömungsverhalten am Anker zu beobachten. Aber wie es scheint, ist dies gar kein Problem. Allerdings spüren wir am Ankerplatz nur etwa die Hälfte der 15-20 Knoten Wind, da uns das hochbewachsene Ufer gut schützt. Je nach Gezeitenstrom schaut der Bug mal nach Nordosten oder auch mal kurz nach Südwesten. Dieser maximal 90 Grad Winkel zur Ankerkette ist ohne weitere Folgen, die Kette scheuert nie am Rumpf - wir liegen gut. So wagen wir uns an Land und erkunden zuerst Horn Island, tanken unsere Dieselkanister auf und organisieren das Wäschewaschen. Auf der Insel gibt es eine kleine Poststelle und zwei kleine Supermärkte. Auch wird frisches Brot (Kastenbrot) angeboten. Am folgenden Tag setzen wir mit der Fähre nach Thursday Island über und schlendern dort durch die Läden und Strassen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Die Lebensmittelauswahl ist grösser, aber eigentlich erhalten wir alles was wir brauchen auch auf Horn Island. In den nächsten Tagen soll wieder Starkwind aufkommen, dann wenige Tage ruhiges Wetter und dann wieder viel Wind. Aber das macht uns im Moment wenig Sorgen. Wir liegen sicher an diesem Ankerplatz und sind gut versorgt. So warten wir für unsere kommende, ca. 8-tägige Überfahrt lieber ein stabiles Wetterfenster ab.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Horn Island: 10°35.778'S, 142°14.442'E     Telstra: 4G - gut


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Australien 06.-27.05.2019   Von Cairns bis Cape York
10°43.502'S, 142°34.619'E       Reise 2019
Drei Wochen waren wir auf dieser Strecke unterwegs. Auf den 10 Tagesetappen starteten wir jeweils mit dem ersten Licht und erreichten am Nachmittag den Ankerplatz. Nur zweimal blieben wir etwas länger. Der Grund lag an den Wetterprognosen, besser gesagt an den Wellen die durch den Starkwind produziert wurden.

An einigen Ankerplätzen rollte der Schwell von Osten herein und die ständigen Bewegungen im Schiff waren unangenehm. Ein Verweilen an so einem Ort stand ausser Frage. Im oberen Küstenbereich wird es einsam und es gibt weder Telefon- noch Internetempfang. Ja sogar der Wetterbericht auf UKW-Funk verstummte. Auch auf dem Kanal 16 hörten wir nur noch ganz selten etwas. Einzig auf dem Kurzwellenfunk (SSB) konnten wir mehrmals täglich den Wetterbericht der Küste abhören und via Sailmail (Pactormodem) auch Wetterinformationen abfragen.

Als am täglichen Wetterreport vom Zyklon Ann (Kategorie 1) die Rede war, erschraken wir doch etwas. Eigentlich sind wir nun knapp ausserhalb der Wirbelsturm-Jahreszeit und nun das.
Bild wird geladen...
Etappen Cairns bis Horn Island als Übersicht
Gespannt notieren wir mehrmals täglich die ganaue Position des Zentrums und den geschätzten Verlauf dieses Nachzüglers. Und wie kann es auch anders sein... er hält genau auf uns zu. Da er noch weit weg ist und die Wassertemperaturen nun im Herbst doch kühler sein sollten, rechnen wir mit einem Verpuffen dieses Monsters. Am folgenden Tag wird er aber als Kategorie 2 eingestuft... also ist er doch noch stärker und gefährlicher geworden. Mit der Crew der KANALOA beraten wir was zu tun ist. In einen Fluss flüchten oder besser hier in der Flinders Gruppe bleiben? Der Ankergrund besteht aus gut haltendem Lehm und wir könnten je nach Windrichtung verschiedene Ankerplätze aufsuchen. Wir fragen die Fischer, die nun auch Schutz auf unserem Ankerplatz suchen. Sie erachten diesen als sicher genug. Viel Zeit für ein sicheres Entkommen bleibt eh nicht mehr und so entscheiden wir uns zu bleiben.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Das Ding kommt jeden Tag näher und wird genau bei uns auf die Küste von Australien treffen, aber im letzten Momentt schwächt sich das Ganze ab und wird auf ein Tropisches Tiefdrucksystem heruntergestuft. Anstelle der angedrohten Orkanwinde wird nur noch Starkwind mit leichten Drehungen vorausgesagt - ufff!!!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Effektiv hatten wir am Ankerplatz weniger als 30 Knoten Wind, was bei diesem guten Ankergrund kein Problem war. Nach der Wetterberuhigung lichten wir zusammen mit KANALOA den Anker und fahren endlich weiter in den Norden. Nach je einer Übernachtung hinter Morris Island, Portland Roads und dem Cape Grenville, legten wir uns für ein paar Tage hinter die nächste Ecke, in die Shelburne Bay.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Wie viele Cruiser plante ich den nächsten Stopp im Escape River. Dies sind gute 60 Seemeilen und das kann man gut in einem Tag schaffen. Aber Heidi hat schlechte Erfahrungen mit diesem Stopp gemacht. Bei Südost stehe die Windwelle und der Schwell in die Einfahrt und es wäre sehr mühsam da wieder heraus zu kommen. Sie will lieber direkt in einer grossen Etappe bis nach der Albany Passage durchfahren (80 sm) und schlägt deshalb eine Nachtfahrt vor.

Aber die durch viel Strom geprägte kabbelige See bei der Albany Passage will ich nicht bei Nacht passieren, so müssten wir also um 22:00 Uhr los, was mir auch nicht angenehm erscheint. Dann lieber früh morgens aufbrechen und so lichten wir den Anker kurz vor 04:00 Uhr. Der Strom läuft in der Albany Passage mit steigendem Wasser nach Nord, also wollen wir nach Niedrigwasser südlich vor der Passage stehen. Die Planung ging genau auf und wir hatten eine sehr einfache Durchfahrt durch diese Engstelle. Sie ist übrigens sehr hübsch, leider vergassen wir auf dem relativ kurzen Stück Fotos zu schiessen.

Aussen an der Albany Insel herumzufahren soll sehr unangenehm sein, da sich da wilde Wellen wegen der wirren Strömung bilden können. Es empfiehlt sich die Tide zu berechnen und die kurze Engstelle zu durchfahren. Der gleich anschliessende Ankerplatz Shallow Bay hatte bei uns nur sehr wenig Schwell und bot genug Schutz für die Nacht.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Low Islets (Boje): 16°22.864'S, 145°33.829'E      Telstra: 4G - gut
Hope Island (Boje): 15°43.783'S, 145°27.337'E     Telstra: H - schwach
Cape Flattery: 14°57.143'S, 145°18.682'E     Telstra: 3G - ok
Cape Melville: 14°11.759'S, 144°28.443'E     Kein Empfang
Stanley Island, Stokes Bay: 14°09.258'S, 144°13.512'E     Kein Empfang
Morris Island: 13°29.434'S, 143°43.291'E     Kein Empfang
Portland Roads: 12°35.641'S, 143°24.267'E     Kein Empfang
Cape Grenville: 11°57.442'S, 143°12.486'E     Kein Empfang
Shelburne Bay: 11°53.712'S, 143°05.633'E     Kein Empfang
Shallow Bay, Albany Passage: 10°43.502'S, 142°34.619'E     Kein Empfang
Horn Island: 10°35.778'S, 142°14.442'E     Telstra: 4G - gut


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Australien 02.-06.05.2019   Marlin Marina Cairns
16°55,139'S, 145°46,922'E       Reise 2019
Als uns Sarah vom Marinabüro gestern am Steg noch aufsuchte, uns sehr nett begrüsste und die Magnetkarten aushändigte, vereinbarten wir uns am nächsten Morgen im Büro korrekt anzumelden. Als da dann alles erledigt war, erwähnen wir bei einem kurzen Schwatz, dass wir nun zum Schiffszubehörladen gehen. Da einem Australier ein Spaziergang von 4 Km unglaublich lange erscheint, schauen sich Sarah und ihr Chef kurz an und bieten an uns hin und uns wieder zurück in die Marina zu fahren. Gerne nehmen wir das Angebot für die Hinfahrt an, aber da ein Besuch in einer Chandlery bekanntlich immer etwas länger dauert, muss sie nicht auf uns warten und lädt uns dort einfach ab. Was für ein Service! Unser neues AIS liegt wie telefonisch vereinbart an der Kasse. Nebst ein paar wenigen Kleingkeiten kauft sich Sandra noch eine neue Regenjacke, denn die alten Sachen haben in den letzten Jahren sehr unter den tropischen Klimaverhältnissen gelitten. Kaum zurück in der Marina baue ich das AIS ein und teste die Funktionalität. Alles hat geklappt und das System läuft wieder reibungslos.
Bild wird geladen...
Schwimmende Restaurants an unserem Steg
Zurück am Steg machen wir uns auf das Schiff abzuspritzen und so von den Salzkrusten zu befreien. Auch spulen wir wieder unser Standardprogramm ab: Einkaufen, Wäsche waschen und Diesel ganz auffüllen. Nach Cairns gibt es nur noch wenig Zivilisation, die wir teilweise gar nicht anlaufen werden, also nutzen wir die Tage. Supermärkte sind zwar in Gehdistanz erreichbar, aber da wir für mehrere Wochen einkaufen müssen, nehmen wir für den grossen Einkauf ein Taxi zurück in die Marina. Nachdem am Samstagnachmittag das meiste erledigt ist, gönnen wir uns zusammen mit Heidi und Wolfgang einen Pizzaabend im Salt-House, das Restaurant direkt beim Yachtclub. Am Montagmorgen wollen wir weiter zu den Low Islets. Auch die weiteren paar Tagesetappen wollen wir zügig in Angriff nehmen um endlich in den vom Riff geschützten Bereich zu gelangen. Denn erst ab den Flinders Islands halten die Korallenriffe den grossen Schwell ab - wir werden sehen...


Info:
Von anderen Seglern haben wir gehört, dass die Urbevölkerung früher das Recht hatte Lebensmittel von den Yachten zu konfiszieren. Schützen konnte man sich früher nur indem man ein kostenloses, offizielles Bewilligung-Schreiben vom Zoll mit sich führte. Nun haben wir beim Zoll angefragt ob dieses spezielle Permit noch immer notwendig sei um die Gewässer der Urbevölkerung zu durchfahren. Es wurde uns mehrfach bestätigt, dass das normale Cruising-Permit absolut ausreichend sei um bis Thursday Island, resp. Horn Island zu segeln.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Cairns Marina: 16°55.139'S, 146°46.922'E      Telstra: 4G - sehr gut

Angaben im Internet:
https://www.whitworths.com.au   (Discount Marine Supplies)
https://www.portsnorth.com.au/cairns-marlin-marina   (Cairns Marlin Marina)


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Australien 01.05.2019   Dunk Island für eine Nacht
17°55,914'S, 146°08,273'E       Reise 2019
Nach fünf Tagen warten auf weniger Wellen haben wir genug und beschliessen nun definitiv weiter zu fahren. Kaum die Insel umrundet stellen wir fest, den richtigen Tag gewählt zu haben. Das Meer hat sich tatsächlich beruhigt. Die Wogen haben sich sogar so geglättet, dass KANALOA spontan entscheidet gleich bis kurz vor Cairns durch zu fahren. So wollen sie also gleich zwei lange Tagesetappen aneinanderhängen und kommen dann kurz vor Mitternacht am Ankerplatz an. Auf der ULANI wird hin und her überlegt, ob wir uns ihnen anschliessen wollen oder das ursprüngliche Tagesziel verfolgen sollen. Wir beschliessen Dunk Island anzulaufen und die Distanz, wie geplant, auf zwei Tage aufzuteilen. Dunk Island liegt recht nahe an der Festlandküste und ist ein einfacher Ankerplatz. Sehr gut geschützt gegen den vorherrschenden Wind aus Südosten, jedoch drückt der Nordost-Schwell leicht um die Insel und so schaukeln wir ein bisschen. Es ist aber gut auszuhalten und wir haben eine erholsame Nacht.

Für den nächsten Morgen stellen wir den Wecker auf 05:30 Uhr, sind aber bereits schon um 05:15 Uhr wach und machen uns bereit. Mit dem ersten Lichtschimmer um 06:00 Uhr, das ist noch vor dem Sonnenaufgang, lichten wir den Anker und machen uns auf. Wir planen eine gut 70 Seemeilen-Etappe zu einem Ankerplatz kurz vor Cairns. Dieser hat leider aber meist sehr viel Schwell, aber es gibt keine Alternative vor Cairns.
Bild wird geladen...
Angekommen in Cairns - erholsam schlafen!
Unterwegs rufen wir Heidi und Wolfgang von der KANALOA an und erfahren, dass sie eine extrem unangenehme Nacht am Ankerplatz Cape Grafton hatten. Der Schwell war ausserordentlich stark und liess das Schiff tanzen. Am Morgen wechselten sie wie geplant nach Cairns. Da sie mittlerweile schon in der Marina Cairns festgemacht und im Marinabüro waren, haben sie weitere schlechte News für uns: Alle Plätze der Piles (zwischen den Pfosten) sind seit Wochen besetzt und es wird kaum etwas frei werden. Dank unserem frühen Losfahren und etwas Mitstrom, kamen wir gut voran und näherten uns unserem Ziel sogar eher als geplant. Nun konnten wir sogar noch die 10 Seemeilen bis nach Cairns anhängen und so umrundeten wir das Cape Grafton und zielten direkt auf Cairns. Nach einer Fahrt von 80 Seemeilen, erreichten wir Cairns um 16:30 Uhr.

In der Hoffnung da einen Platz im Ankerfeld zu finden, zogen wir unsere Runden vor der Marina. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob man noch zwischen den vielen Ankerliegern einen Platz finden könnte, aber in diesem Gezeitengewässer ist es sehr schwierig abzuschätzen wie sich die Schiffe an der Ankerkette bewegen wenn der Strom kentert. Bei einlaufendem Wasser dreht es die Schiffe und schwemmt sie den Fluss auch leicht hoch. Dazu kommt, dass die Dauer-Ankerlieger für ihre Schiffe (zum Teil sind es knapp schwimmende Wracks) Bojen eingerichtet haben.

Müde vom langen Tag haben wir keinen Nerv hier zu ankern und rufen die Marina an. Lieber ein paar Tage einen teuren Marinaplatz bezahlen, als einen noch viel teureren Schaden bei einer nächtlichen Bootsberührung zu riskieren. Denn in Australien ist eine Haftpflichtversicherung nicht vorgeschrieben und wir sind uns sicher, dass all diese Bootseigner einen Schaden nicht bezahlen könnten - diesem Ärger gehen wir lieber aus dem Weg!


Tipp:
Wer wie wir mit dem Bug voraus anlegt, sollte versuchen einen Marinaplatz zu bekommen bei dem der Bug nach Süden zeigt. Wir liegen an Platz E9. So regnet es uns nicht in den Niedergang und auch das Ablegen soll einfacher sein. Kürzere Yachten werden auch gerne an den F Steg gelegt. Auch da sind die Plätze auf der Nordseite zu bevorzugen - aber die anderen gehen auch.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Dunk Island: 17°55,914'S, 146°08,273'E      Telstra: 4G - gut


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Australien 20.-27.04.2019   Airlie Beach bis Orpheus Island
18°35,775'S, 146°29,236'E       Reise 2019
Zusammen mit der Hochsee-Motoryacht KANALOA gönnen wir uns einen zusätzlichen Ankertag in Cid Harbour. Einfach mal nicht früh morgens den Anker lichten und fast den ganzen Tag durchgeschaukelt zu werden - endlich wieder einmal ein Ruhetag. Wolfgang lässt sein kleines Segelboot vom Dach herunter und installiert Schwert-Kiel, Mast und Segel. Nachdem er ein paar Runden gedreht hat, lässt er auch mich mal probieren - ein Heidenspass! Jetzt sind wir schon eine ganze Weile unterwegs und waren seit dem Start nicht mehr in der Zivilisation gewesen. Die Frischwaren sind schon lange aus und auch Wäsche waschen und Diesel tanken ist auch mal wieder nötig. Heidi und Wolgang gefällt es in Cid Harbour und verbringen hier einen weiteren Tag und wir treffen sie am nächsten Ankerplatz bei Gloucester Island wieder.
Bild wird geladen...
Plauschsegeln am Ankerplatz
Aber wir wechseln nach Airlie Beach rüber, denn da gibt es alles was wir benötigen. Zuerst ankern wir temporär vor der Einfahrt zur Abel Marina und lassen unser Beiboot zu Wasser. Da wir den Diesel sowieso in Kanister tanken wollen, fahren wir mit dem Beiboot zur Tankstelle. Nach dem Tanken verlegen wir die ULANI vor den Segelclub, denn von da aus können wir näher am Zentrum anlanden. Nachdem wir vollbepackt vom Einkauf zurück am Ankerplatz sind, steigen wir gleich nochmals ins Beiboot und haben diesmal die Wäschsäcke mit dabei. Alles klappt bestens und wir gelangen mit dem letzten Licht wieder an Bord. Auch dieser Ankerplatz ist frei von Schwell, der Wind schläft abends ein und wir haben eine ruhige erholsame Nacht. Da wir eher etwas früh hier die Küste hochsegeln, haben wir noch nicht den stetigen, vollinstallierten Passatwind. Die Windrichtung ist zwar die gleiche, aber statt 25-30 Knoten haben wir oft Tage mit 15 Knoten, machnmal sogar weniger. Dies ermöglicht uns zwar eine bequemere Fahrt, aber da die Tagesetappen oft zwischen 40 und 50 Seemeilen liegen, lassen wir öfters mal den Motor mitlaufen. Geschwindigkeit bringt auch Stabilität ins Boot, nebenbei dauert dann die tägliche Seereise nur noch sechs anstelle von neun Stunden.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Von den ganz grossen Gezeitenunterschieden rund um Mackay ist hier oben nichts mehr zu spüren. Noch immer gibt es 1 - 2 Meter zwischen Ebbe und Flut, aber dies produziert keine markanten Strömungen mehr. Beim Ankern rechnen wir immer schnell nach ob wir auch bei Niedrigwasser genügend Abstand unter dem Kiel haben. Auch als wir durch die Gloucester-Passage fahren beachten wir die Tide. Da dies von Airlie Beach aus eine kurze Tagesetappe ist, können wir es so zeitlich abstimmen, dass wir um Hochwasser durch diese Meerenge fahren. Die Betonnung entspricht den Navionics-Seekarten und wir hatten meistens 6 m, jedoch nie weniger als 4.50 m Wassertiefe. KANALOA fuhr aussen um die Insel herum denn sie hatten die Angelleinen ausgelegt. So fuhren sie ein paar Seemeilen weiter und da wir später von Airlie Beach starteten, kamen wir gleichzeitig am Ankerplatz an.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Der Ankerplatz hinter Cape Upstart hat uns sehr gefallen und wir fühlten uns auch hinter den hohen, begrünten Abhängen gut geschützt. Jedoch der nächste Stopp in Cape Bowling Green war ganz anders. Das sandige, flache Kap bietet zwar Schutz vor dem Meer, aber das trübe Wasser lässt keine Aufschlüsse über die Wassertiefe zu. Die Seekarten stimmen nicht, selbst das Satellitenbild ist nicht ganz akurat. Das Kap verändert sich zu oft und war wesentlich länger als in den Seekarten. Wir fuhren deshalb einen weiten Bogen um das herausragende Ende. Eine nicht kartographierte, gelbe Boje wurde installiert um auf die neue Situation hinzuweisen. Da wir hier mit gemässigten Winden für die Nacht rechnen durften, mussten wir uns nicht weiter in die Bucht vortasten, sondern ankerten gleich an der erstbesten Stelle im Norden des Kaps. Die folgenden zwei hübschen Ankerplätze auf Magnetic Island und Orpheus Island (Boje) liessen uns das Kap Bowling Green schnell vergessen.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Airlie Beach (temporär zum Tanken): 20°15.452'S, 148°42.505'E      Telstra: 4G - sehr gut
Airlie Beach (Nacht-Ankerplatz): 20°15.627'S, 148°43.381'E     Telstra: 4G - sehr gut
Gloucester Island: 20°02.402'S, 148°26.617'E     Telstra: 3G - ok
Cape Upstart: 19°43.464'S, 147°45.312'E     Telstra: 3G - ok
Cape Bowling Green: 19°18.295'S, 147°22.813'E     Telstra: 3G - ok
Magnetic Island: 19°06.859'S, 146°51.584'E     Telstra: 4G - sehr gut
Orpheus Island (Boje): 18°35.775'S, 146°29.236'E     Telstra: 4G - ok


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Australien 16.-20.04.2019   In vier Tagesetappen nach Whitsunday Island
20°15,783'S, 148°56,473'E       Reise 2019
Nun befahren wir ein Gebiet mit sehr viel Gezeitenunterschied. Bis zu 6.50 Meter kann die Differenz zwischen Hoch- und Niedrigwasser betragen. Da die grosse Wassermasse alle sechs Stunden rein respektive wieder raus fliessen muss, entstehen viele Strömungen. Nicht alle kann man voraus berechnen, aber mit Hilfe unseren aktuellen Tidentabellen wissen wir wann wo Ebbe oder Flut herrscht. Kurz vor Hochwasser lichten wir im Island Head Creek den Anker und fahren mit passablem Seegang aus der Meerenge. Nur 29 Seemeilen weiter lassen wir das Grundeisen in der Nordbucht von Hexham Island in den Sand fallen. In der Nacht schaukelt uns zwar leicht der typische Nordost-Schwell, aber wir liegen sicher und wollen sowieso nur eine Nacht bleiben. Beim ersten Tageslicht machen wir uns auf um nach Curlew Island zu segeln. Der Wind aus Südost bläst mit 15 bis 20 Knoten und die Windwellen kommen ebenfalls von hinten. Wir setzen nur die Genua, die sogar ohne Ausbaumen steht und uns etwas das Rollen abfedert.
Bild wird geladen...
An der Nordküste von Curlew Island
Unterwegs stelle ich fest, dass unser AIS seinen Dienst verweigert. Später, nach einigen Tests am Ankerplatz, stellt sich heraus, dass das Gerät wirklich dahin ist. Nach nur vier Jahren in Gebrauch, ist dies wirklich enttäuschend - immerhin kostet dieses Raymarine Teil ca. 900 CHF! Wir werden in Cairns für einen Ersatz sorgen müssen, denn in Indonesien und Singapur ist ein Senden des eigenen AIS-Signals (AIS = Automatische Identifikation System) vorgeschrieben. Angekommen in Curlew Island wählen wir die Nord-West-Ecke des Nordankerplatzes. Hier soll der Schwell nicht stark schaukeln. Ganz ruhige Ankerplätze gibt es in diesem Stromgebiet nicht. Bei Niedrigwasser sieht alles immer sehr gut aus, aber wenn wir nachts im Bett liegen und das Wasser steigt, beginnt das hin und her rollen. Jedoch war der Ankerplatz sehr sicher und wesentlich tiefer als in der Seekarte verzeichnet. Der Telefonempfang war wie auch in Hexham nur ein sehr schwaches 3G Signal, reichte aber ganz knapp um mit viel Geduld ein paar E-Mails und um das Wetter von Windy.com herunter zu laden.

Unsere ursprüngliche Planung sah einen Stopp in der Mackay Marina vor. Einkaufen und tanken müssen wir noch nicht und in ein paar Tagen soll es 25 bis 30 Knoten Wind geben. Das ergibt dann wieder hohe Wellen, die wir lieber an einem guten Ankerplatz als in einer teuren Marina aussitzen. So entschliessen wir uns für eine lange Tagesetappe von 60 Seemeilen bis nach Brampton Island. Da stoppen wir abermals nur für eine Nacht und fahren danach gleich hoch bis nach Cid Harbour. Cid Harbour ist der bekannteste Ankerplatz auf Whitsunday Island und einer der wenigen Naturhäfen der so gut geschützt ist, dass ein ruhiges Ankerliegen ermöglicht wird.
Bild wird geladen...
Cid Harbour - ruhiger Naturhafen
Durch die Enge des Kanals zwischen Airlie Beach und Whitsunday Island wird der Gezeitenstrom verstärkt. Wenn hier die Strömung gegen den Wind steht, kann sich eine hohe steile See aufbauen und die Durchfahrt wird gefährlich. Nun haben wir noch Vollmond und die Strömung ist noch stärker als gewöhnlich. Da wir wissen, dass hier bei sinkendem Wasser der Strom nach Norden, also mit uns läuft, starten wir im Brampton Island zwei Stunden vor Hochwasser um kurz nach Hochwasser an der kritischen Stelle zu sein. Falls es nicht klappt, würden wir kurz vor dem grossen Kanal rechts abbiegen und auf die Dent-Passage ausweichen. Dieser schmale Kanal ist windgeschützter und soll bei Gegenstrom weniger Seegang produzieren. Aber unsere Berechnung klappte super! Der Mitstrom glättete sogar noch die Windwellen und wir rasten mit 10 Knoten und kleinen Wellen unter Segel durch die Whitsunday Passage (an der Westküste von Dent-Island). Dieser Weg ist direkter und einfacher, wenn es mit dem Strom stimmt. Kurz vor Cid Island geht es dann rechts rein und mit leichtem Gegenstrom motoren wir auf den ruhigen sicheren Ankerplatz.


Koordinaten der erwähnten Ankerplätze:
Hexham Island: 22°00.730'S, 150°21.801'E     Telstra: 3G - schwach
Curlew Island: 21°35.811'S, 149°47.396'E     Telstra: 3G - schwach
Brampton Island: 20°47.854'S, 149°15.891'E     Telstra: 3G - schwach
Cid Harbour, Whitsunday Island: 20°15.783'S, 148°56.473'E     Telstra: 3G - schwach


Die Tracks für OpenCPN findet ihr auf der Seite Download
Australien 10.-15.04.2019   Verstecken im Island Head Creek
22°21,891'S, 150°38,775'E       Reise 2019
Am ersten Morgen in Keppel fragen wir per SMS unsere deutschen Freunde Heidi und Wolfgang von der KANALOA an, wo sich sich im Moment befinden. Wir glauben, dass sie ganz in der Nähe sein müssten. Sie sind zwar schon 10 Tage vor uns losgefahren, haben aber den Umweg hinter Fraser Island eingeschlagen und noch zwei kurze Handwerker-Stopps in zwei Marinas (Bundaberg und Rosslyn Bay) gemacht. Umgehend erhalten wir eine Textnachricht zurück; sie liegen im «Island Head Creek», das ist nur gut 50 Seemeilen nördlich von uns. Nach der Schaukelei der letzten Nacht und weiteren Warnungen von Heidi, verwerfen wir die Idee schnell wieder hier in Keppel den kommenden Starkwind auszusitzen. Lieber nutzen wir den letzten ruhigen Tag um die 56 Seemeilen zügig nach Norden zu motoren um dann in einem sicheren Naturhafen zu liegen.
Bild wird geladen...
Am Ankerplatz als es noch ruhig ist...
Wieder werden wir leicht vom Strom gestossen und können schon nach sieben Stunden in den Creek einlaufen. Die Einfahrt hat keine Barre und kann sogar bei Niedrigwasser passiert werden. Man muss nur wissen wie man den Slalom durch die flachen Sandstellen fährt, dann ist es kinderleicht. Natürlich waren wir etwas nervös, denn noch immer hatten wir uns nicht restlos von den Strapazen der ersten Fahrt erholt. Zum Glück kennt sich Heidi sehr gut aus und lotste uns per Funk herein. Wir kamen ungefähr bei mittlerem Hochwasser an und hatten immer mehr als 5.00 m Wassertiefe. Innen drin ist es wie ein grosser See. Das rauhe Meer kommt nicht rein und wir liegen in einem grossen Becken, das mehrere Hundert Meter breit, lange wie ein Fluss und in der Mitte so um die 20m tief ist. Geankert haben wir auf 12m im lehmigen Schlamm und Sand und mit 55 Meter ausgelegter Kette überstanden wir den Starkwind problemlos. Mit 25 bis 30 Knoten Wind und einem sehr trüben und regnerischen Tag schien zwar die Welt unter zu gehen, aber nun lacht die Sonne wieder. Zwar kachelt es auch noch am folgenden Tag mit 20-25 Knoten, aber bei Sonnenschein scheint alles viel weniger bedrohlich.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Auch wenn der Wind am dritten Tag bereits wieder etwas mehr zurück ging, warteten wir noch ein paar Tage länger, damit sich die Wogen draussen etwas glätten können. Telefonabdeckung oder gar Internet haben wir hier nicht und so schreibe ich diesen Homepage-Beitrag offline und bereite alles vor damit ich bei nächster Gelegenheit alles publizieren kann.
Australien 07. - 10.04.2019   Leinen los und gleich 350 Seemeilen nach Norden
23°09,769'S, 150°57,193'E       Reise 2019
Schon vor ein paar Tagen zeichnete sich ein etwas ruhigeres Wetterfenster ab. Da wir seit 18 Monaten (!) nicht mehr gesegelt sind, wollen wir uns nicht gleich hohe Wellen antun. Zudem kommt noch dazu, dass wir gleich eine grosse Teilstrecke absolvieren wollen, anstatt mit vielen Tageshüpfern hinter Fraser Island durch zu fahren. Wir entscheiden uns für die Umfahrung dieser grössten Sandinsel der Welt. Ursprünglich planten wir nur 240 Seemeilen bis zur Insel Lady Musgrave um dort zu ankern. Dieses Atoll liegt zwar unmittelbar nördlich von Fraser Island, aber wir wären da mitten in der Nacht angekommen, weshalb wir es dann doch ausgelassen haben. Der massive Gegenstrom ausserhalb der nördlichen Küste von Fraser Island bremste uns, dass wir das Atoll nicht mehr bei Tageslicht erreichten. Nach der Schaukelei im Gegenstrom und den zwei Nachtfahrten wollten wir einen guten und einfachen Ankerplatz zum Ausruhen anlaufen.
Bild wird geladen...
Ankuft bei ruhigem Wetter
Die Insel Great Keppel konnten wir noch am dritten Tag erreichen, da uns nach Lady Musgrave ein Mitstrom von über einem Knoten unterstützte. Im Wissen, dass der nördliche Ankerplatz vom Nord-Ost-Schwell nicht gut genug geschützt ist, versuchten wir unser Glück dennoch dort. Immerhin verspricht die Wettervorhersage für die kommenden 24 Stunden fast kein Wind. Danach aber solle es für einige Tage gehörig blasen. Den Ankerplatz erreichten wir noch vor dem Mittag und so konnten wir bei besten Bedingungen die Position für die Nacht aussuchen. Beachten muss man lediglich, dass in der flachen Bucht die Wassertiefe bei Ebbe nochmals reduziert wird, denn der Gezeiten-Unterschied kann bis zu ca. 3.00 m ausmachen. Anfänglich schön ruhig, begann es leider bereits am Abend seitlich zu schaukeln. Auch wenn es nur kleine Wellen sind, die der Schwell und die Strömung um die Nordost-Ecke drückt, ist es genug um eine Einrumpfyacht aufzuschaukeln bis es richtig ungemütlich wird.
Schiffsvorbereitung in Australien
Australien 20.03.2019   Immer wieder was Neues...
27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2019
Als wir letzten Freitag vom Trockendock zurück kamen, haben wir vorwärts angelegt. Dies ist zwar nicht mehr ganz so bequem um ein- und auszusteigen, bietet aber andere Vorteile. So können wir unser Beiboot von Deck nehmen und an die Davits (Kranbügel am Heck) hängen. Dies wiederum ermöglicht uns dann das Vordeck mal richtig zu schrubben und wir haben später auch mehr Arbeitsfläche um die Vorsegel zu hiessen. Mittlerweile sind wir nicht mehr so überrascht, wenn sich während der laufenden Unterhaltsarbeiten plötzlich wieder neue Projekte ergeben.
Bild wird geladen...
Beiboot am Heck hochgezogen
Als ich den Wind-Generator (Marke Silentwind) aus seiner misslichen Lage befreite, auspackte und das Klebeband ablösen wollte, kam die Farbe auch gleich weg. Das Gehäuse ist aus Aluminium und muss vor Korrosion geschützt sein. Das bedeutet, dass ich zumindest die blanken Stellen wieder streichen muss. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die Farbe an den Rändern überall etwas abblättert. Es muss eine dauerhaftere Lösung her - also ein neues Projekt das da heisst: Farbe mit Lauge entfernen, grundieren, zwischenschleifen und neu mit einem Decklack versehen. Am Freitag, beim Übersetzen vom Kran zum Hafenplatz, fällt mir auf, dass die Ruderlagegeber-Anzeige irrwitzig ausschlägt. Dieser Geber ist ein Sensor (im Prinzip nur ein Drehwiderstand), der die aktuelle Lage des Ruderblattes an den Kurscomputer des Autopiloten meldet. Dieser rechnet dann vorausschauend aus, wann das Ruder wieder zurückgedreht werden kann um den richtigen Kurs zu halten. Nach den seltsamen Effekten habe ich das Teil mit einem Multimeter durchgemessen und konnte den Fehler nachvollziehen. Schwierig ist diese Kontrolle wirklich nicht, ein gutes Multimeter haben wir an Bord und die erforderlichen Kontrollwerte fanden wir online, inkl. der Hinweise wie man vorgehen muss. Das kleine Gerät ist in Australien verfügbar und wir haben ein neues bestellt. Den Austausch kann ich selber vornehmen. Also wieder mal etwas Neues auf der To-Do-Liste.
Australien 16.03.2019   Montag bis Freitag auf dem Trockendock
27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2019
Schon vor Wochen haben wir unseren Aufenthalt auf dem Trockendock vereinbart. Die Farbe für das Antifouling hatten wir auch schon bestellt und erhalten. Das Wetter spielte während der ganzen Woche, trotz etwas ungünstiger Vorhersage, ganz gut mit. So konnte das Unterwasserschiff abgeschliffen und die verschiedenen Farbschichten aufgesprayt werden. Bis anhin wurden auf der Ulani die Schichten immer aufgerollt, aber hier ist man für das Spritzen eingerichtet. Dies gehe etwas schneller und man kann die Farbe dicker auftragen - sagte man uns. Uns eigentlich auch recht, im Vordergrund steht das fachmännische Auftragen des Haftgrundes und der drei Antifouling-Schichten. Aber nun mal ganz der Reihe nach. Am Montag werden wir kurz vor Hochwasser vom Steg abgeholt. Grössere Schiffe müssen rückwärts in die Kranbucht geschoben werden und da man Angst vor Schäden an den Kran-Schlingen (drehende Schiffsschraube) hat, ist es verboten selber einzuparken.
Bild wird geladen...
Nach dem Hochdruckreinigen
Anfänglich war ich etwas skeptisch, aber die Kerle haben das wirklich im Griff. Und da sie unser Schiff sowieso abschleppen müssen, machen sie das auf Wunsch auch gleich vom Hafenplatz aus.

Ein willkommener Service, denn wir sind uns nicht ganz sicher wie gut die Schraube mit dem Bewuchs noch dreht und ob sich die Flügelblätter unseres Faltpropellers überhaupt noch öffnen. Die Masse des Krangestelles hatte ich vorher abgeklärt und mit unseren Bootsmassen verglichen. Breite, Schlingenabstand und auch das Gewicht sollte bei diesem 35 Tonnenkran problemlos sein. Aber als wir dann so beim Hochdruckreinigen das Schiff im Kran betrachten, stellt der Kranführer fest, dass der Windgenerator abmontiert werden muss. Das musste ich bei den letzen 10 Auskranungen noch nie, aber es war offensichtlich: hier geht es nicht anders. Nun darf ich aber nicht mehr an Bord und auf unser Heck-Gestänge klettern - alles viel zu gefährlich, versicherte man mir. Sie haben eine andere Lösung. Mit einem Personenkäfig hebt mich der Gabelstappler hoch und ich muss da oben ruckzuck den Windgenerator abschrauben. Leider bleibt kaum Zeit um die kurzen Anschlusskabel richtig auszufädeln. Also nehme ich die blauen Flügel ab und lasse den ganzen Generator an den Anschlusskabeln, etwas Klebeband und einer Schnur kopfüber am Gestänge hängen. Wohl ist mir bei der Sache nicht, aber die Zeit drängt, man muss ja weitermachen.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Mit einem orangen Plastiksack wird er gegen Regen geschützt und bleibt so bis wir wieder im Wasser sind. Hätten wir das vorher realisiert, wäre nicht so eine Hektik aufgekommen. Zumindest wissen wir jetzt, dass die Höhe des Querbalkens mindestens 6m (oder 20ft) sein muss. Hier waren es nur 5.47m (18ft) und somit etwa 30cm zu wenig. Im Zweifelsfall werde ich nächstes Mal vorher den Kran ausmessen!

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Die Tage Dienstag bis Donnerstag verbrachten wir mit den üblichen Unterhalts-Arbeiten im Unterwasserbereich (Anoden etc.). Ebenfalls nutzen wir die Tage um alle Abwasserschläuche, zwei Ventile und die Toilettenpumpe zu ersetzen. Hohe Luftfeuchtigkeit und eine Hitzewelle liessen uns zusätzlich schwitzen und nachts kaum schlafen. Hitzegewitter am Abend, Wetterleuchten von nahen Gewittern und Regengüsse machten es am Schluss noch etwas spannend. Am Freitag durften wir mit starken Windböen einwassern, zu unserem Glück kamen sie dann aber direkt auf die Nase, also von vorne und waren somit gut zu meistern. Das Anlegen in unserem Hafenplatz machte uns dann etwas mehr Schwierigkeiten, aber auch dies klappte schlussendlich ohne Schaden, dafür mit etwas Adrenalin;-)

Nun sind wir sicher noch zwei oder drei Wochen hier und erledigen weitere Vorbereitungen.
Australien 01. - 22.02.2019   Viele kleine Dinge und ein grosses Projekt erledigt
27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2019
Als uns Sandro in der Marina Scarborough besucht, nutzen wir die Unterbrechung der Arbeiten und machen gemeinsam einen Tagesausflug nach Bribie Island. Diese Insel liegt eine Autostunde nördlich von uns und ist mit einer Brücke zum Festland verbunden. Nur durch einen flussähnlichen Meeresarm abgetrennt, entspricht Bribie Island mehr einer Halbinsel. Der Wind bläst von Ost-Nordost bei Sonnenschein und heissfeuchten Temperaturen. Es wird vor Quallen gewarnt, was die Australier aber nicht vom Baden abhalten kann. Wir schlendern barfuss knöcheltief im Wasser auf feinem weissen Sand. Immer schön den Blue Bottles (Quallenart) ausweichend. Für Sandro geht die viermonatige Australienreise bald zu Ende. Als er uns verlässt, nehmen wir endlich unser Batterie-Projekt in Angriff. Die neuen Batterien haben wir schon vor 10 Tagen auf unser Boot geschleppt, den Einbau aber immer wieder etwas hinausgeschoben. Denn für einen Tag müssen wir unser Schiff stromlos machen und es kam immer etwas dazwischen.
Bild wird geladen...
Ein weiterer Besuch kündigt sich an
Aber am Dienstag 19.02.2019 ging es dann endlich los. Alle Verbraucher vom Strom trennen, Solaranlage und Windgenerator abhängen und die Batterien in der richtigen Reihenfolge trennen (übrigens immer die Masse zuerst abklemmen!). Dann die drei alten Batterien abschrauben und die 3 x 40 Kg Boxen aus dem Boot hieven. Die neuen haben die gleichen Masse, sind aber neu 6 Batterien. Also mussten wir den Batteriekasten erweitern. Dazu haben wir schon vor Tagen eine Holztrennwand im Doppelboden herausgeschnitten. Auch mussten wir die massive Aluminium-Unterkonstruktion um das Doppelte verlängern, damit die Batterien Nummer 4 bis 6 ebenfalls einen festen Basisrahmen erhielten. Auch dies hatten wir schon vorbereitet. Für die Zuleitungen und Kabelverbindungen zwischen den Batterien hatten wir schon vorab eingekauft. Da wir die gleichen Kabelquerschnitte (95mm2 !) beibehalten wollten, mussten wir das Material extra bestellen. Für das Aufpressen der Kabelendstücke fanden wir einen

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Unternehmer, der uns dies unkompliziert machen wollte. Wir konnten einfach spontan bei Batterie World in Rothwell in die Werkstatt gehen - sehr guter Service.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Die Schwierigkeit dieses Austausches lag darin, dass wir die Zuleitungen erst ausmessen konnten als die alten Batterien demontiert waren. Dann allerdings sollte es zügig weitergehen, da sonst der Kühlschrank ohne Strom schnell zu warm werden würde. Auch war bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar, wie wir die Anschlusskabel nach dem Platzieren noch anschrauben könnten. Die Negativen Anschlüsse der Batterien 3 bis 6 sind komplett unter dem Boden (siehe Bild). Schlussendlich haben wir immer eine weitere Batterie angeschlossen, dann alle zusammen eine Position weiter unter den Boden geschoben, bis alle sechs am richtigen Platz waren. Die letzen zwei Tage verbrachten wir mit dem Austüfteln und Bauen einer soliden Verschraubung. Wir wissen wie stark sich ein Segelschiff auf hoher See hin und her bewegt. Da dürfen sich die 240 Kg keinen Millimeter bewegen! Übrigens liegen die Batterien ziemlich genau im Zentrum des Schiffes und knapp unter der Wasserlinie. So ergibt das zusätzliche Gewicht keinen negativen Effekt auf das Verhalten des Schiffes - im Gegenteil!

Ahh, und noch etwas... genau an diesen Tagen entschliesst sich der Wirbelsturm OMA uns ebenfalls noch zu besuchen. Wir waren nicht traurig, als er sich kurz vor der Küste doch noch entschied einen anderen Weg einzuschlagen. Bei uns brachte er nur Starkwind mit sehr starken Böen - aber wir waren hier in der Marina alle gut vorbereitet!
Australien 01. - 25.01.2019   Reisevorbereitungen in Scarborough
27°11,650'S, 153°06,366'E       Reise 2019
Unsere ULANI hat die Wartezeit in Scarborough gut überstanden. Nach so langer Zeit war es kein Wunder, dass die Oberflächen auf Deck alle leicht verdreckt waren. Aber nach dem Abspritzen, Einwachsen und Polieren der Gelcoatflächen strahlt unsere Yacht wie neu. Stegnachbarn halten beim Vorbeigehen spontan inne und gratulieren uns zum schönen Schiff - das geht mir natürlich wie Honig runter! Nun beginnen wir die lange Liste abzuarbeiten. Die vielen Punkte haben wir in kleine Pakete und Kategorien eingeteilt. Da geht es von «Nice-to-have» bis «Wichtig» und sogar «Wichtig-und-Dringend». Wie es so ist, die kleinen Dinge die schnell erledigt sind, liegen fast alle in der Kategorie «Nice-to-have». Unser Ziel: jeden Tag an einem Arbeitspaket
Bild wird geladen...
Da liegen 190 kg auf dem Steg
dran bleiben. Einige Dinge hören sich einfach an, aber viele Ersatzteile müssen zuerst in Läden oder Online gesucht und bestellt werden. Meist erst bei der Installation stellt sich dann heraus ob das Teil auch passt. Neben der Arbeiten am Schiff planen wir auch die Weiterreise. So müssen allfällige Einreisevisa geklärt, die Seekarten überprüft und die Etappen mit den Ankerplätzen geplant werden. Wo soll die Route durchgehen? Zusätzlich treffen wir Freunde die diese Fahrt schon viele Male gemacht haben und erhalten viele Tipps - auch die müssen wir zuerst mal noch verarbeiten. Dieses Jahr wollen wir noch fast 8'000 km segeln. Davon sind die ersten 2'500 km noch innerhalb Australien. Von unserem Hafen in Scarborough (nördlich von Brisbane) bis ganz oben an der Ostküste ist ein unglaublich langes Stück! Zufällig hören wir von Schweizer Seglerfreunden, dass sie nun doch länger in Australien bleiben und auch eine grössere Landreise unternehmen wollen. Anfänglich wollten sie dafür ein Auto mieten, fanden aber schnell heraus, dass dies für eine längere Periode viel zu teuer wird. Unser Bus sagt ihnen zu und wir werden uns schnell handelseinig. Da sie den Bus erst ab Juli brauchen, können wir ihn bis dahin sporadisch benutzen. Für beide Parteien eine ideale Lösung. Wir lassen das Auto in der Garage durchchecken und weil wir mittlerweile genau wissen wie das Prozedere ist, helfen wir auch gleich beim Umschreiben.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Benu von der QUO VADIS hilft uns freundlicherweise mit dem Austauschen der Mastbeleuchtung. So muss Sandra mich nicht hochkurbeln, stattdessen ziehe ich Benu hoch. Am liebsten hätte ich es selber gemacht, da aber Benu vom Fach ist vertraue ich seinem Wissen und der schweizerischen Gewissenhaftigkeit.

Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen... Bild wird geladen...

Glück im Unglück hatten wir, als ein Karabiner-Riemen von Benus zusätzlichem Bergsteigergurt riss und die ganze Werkzeugtasche (samt Hammer, Zangen etc.) runter fiel. Unser Sonnendach wirkte wie ein Sprungtuch und fing die Tasche auf. Nichts plumpste ins Wasser oder donnerte auf's Deck - reines Glück!
  Impressum & Rechtliches

Haftungsausschluss:
Die Inhalte des Internetauftritts wurden mit grösstmöglicher Sorgfalt und nach bestem Gewissen erstellt. Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr hinsichtlich der inhaltlichen Richtigkeit, Genauigkeit, Aktualität, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit der Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor wegen Schäden materieller oder immaterieller Art, welche aus dem Zugriff oder der Nutzung bzw. Nichtnutzung der veröffentlichten Informationen, durch Missbrauch der Verbindung oder durch technische Störungen entstanden sind, werden ausgeschlossen. Alle Angebote sind unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.

Haftung für Links:
Verweise und Links auf Webseiten Dritter liegen ausserhalb unseres Verantwortungsbereichs Es wird jegliche Verantwortung für solche Webseiten abgelehnt. Der Zugriff und die Nutzung solcher Webseiten erfolgen auf eigene Gefahr des Nutzers oder der Nutzerin.

Urheberrechte:
Die Urheber- und alle anderen Rechte an Inhalten, Bildern, Fotos oder anderen Dateien auf der Website gehören ausschliesslich Philippe Ochsenbein oder den speziell genannten Rechtsinhabern. Für die Reproduktion jeglicher Elemente ist die schriftliche Zustimmung der Urheberrechtsträger im Voraus einzuholen.

Datenschutz:
Gestützt auf Artikel 13 der schweizerischen Bundesverfassung und die datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Bundes (Datenschutzgesetz, DSG) hat jede Person Anspruch auf Schutz ihrer Privatsphäre sowie auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Wir halten diese Bestimmungen ein. Persönliche Daten werden streng vertraulich behandelt und weder an Dritte verkauft noch weiter gegeben.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Google Analytics:
Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. (“Google”). Google Analytics verwendet sog. “Cookies”, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Im Falle der Aktivierung der IP-Anonymisierung auf dieser Webseite wird Ihre IP-Adresse von Google jedoch innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zuvor gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Die im Rahmen von Google Analytics von Ihrem Browser übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website voll umfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

Gerichtsstand:
Diese Webseite untersteht schweizerischem Recht. Ausschliesslicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist Zürich (Switzerland).

Kontaktaufnahme:
Für eine Kontaktaufnahme benutzen Sie bitte die E-Mail Adressen auf der Seite Kontakt



© 2017  Philippe Ochsenbein  -  Switzerland